Erlebnis Regenwald - im Sinharaja Forest

Mo, 27. 03. 2017

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Auf dem Programm steht heute zunächst das Elephant Transit Home, das Elefanten Waisenhaus in Udawalawa. Hier werden mit Unterstützung der Born Free Foundation verletzte oder verwaiste Elefanten betreut und auf ihre Auswilderung im Park vorbereitet.

Elefantenwaisenhaus
Elefantenwaisenhaus
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Es kommt häufig vor, dass Baby-Elefanten ihre Mutter verlieren, sei es durch einen Unfall, durch Krankheit oder auch durch den Menschen, weil sie seine Felder zertrampeln. Ohne menschliche Hilfe hätten die kleinen Elefanten in der freien Wildnis keine Chance zu überleben. Hier erhalten sie Milch und Futter und sie werden medizinisch betreut. Einige von ihnen laufen sogar mit Beinprothesen herum. Ziel ist es, die Tiere wieder nach der Genesung in die Wildnis zu entlassen. Sie werden in kleinen Gruppen entlassen in einen sicheren Nationalpark, wo sie sich wilden Herden anschließen können. Noch 4 Jahre tragen ausgewilderte Elefanten ein Band mit Sender um den Hals, damit die Wildhüter ihren Zustand überprüfen können.

Rainforest Eco Lodge
Rainforest Eco Lodge
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Nach dem Besuch des Elefanten Waisenhauses geht es weiter nach Deniyaya. Das Dorf liegt direkt am Sinharaja Regenwald. Wir können aber mit unserem Bus nicht bis zum heutigen Ziel, der Rainforest Eco Lodge fahren, sondern müssen die letzten 45 Minuten auf Jeeps umsteigen, da die Straße zu eng und auch zu holprig ist.

Die Rainforest Eco Lodge am Rande des Regenwaldes gelegen präsentiert sich uns als außergewöhnliche Unterkunft. Sie ist eine aus alten, umgebauten Schiffscontainern zusammengeschweißte Siedlung mit direktem Blick auf die Bäume des Regenwaldes und deren viele Bewohner. Die einzelnen Bungalows stehen auf Eisenträgern. Innen sind sie zweckmäßig eingerichtet. Unser Bungalow verfügt über zwei Betten, eine Couch, Schreibtisch, Bad mit Fön, Dusche und Toilette und einer Terrasse mit zwei Sesseln und einem kleinen Tisch. Wasserkocher, Tee und Nescafé sind auch vorhanden. Es gibt keinen Fernseher (den brauchen wir auch nicht) und kein Radio, dafür unterhält die Natur. WLAN gibt es nur im Haupthaus. Hier werden auch die Mahlzeiten serviert. Jan hatte schon im Bus nach unseren Wünschen für eine Mittagsmahlzeit gefragt und diese telefonisch bestellt. So stärken wir uns nach dem Verteilen der Bungalows und Koffer erst einmal bei Cheese- und Tomatoe Burger. Dann wollen wir die Anlage in Augenschein nehmen, doch heftig einsetzender Regen vereitelt diesen Plan. Es schüttet was der Himmel hergibt. Wir sind froh, noch einigermaßen trocken vom Haupthaus in unseren Bungalow zu kommen; dann geht wirklich nichts mehr. So vertreiben wir uns bis zum Abend die Zeit mit Lesen und Ergänzen des Tagebuches. Gegen 19.00 Uhr lässt der Regen etwas nach und wir beeilen uns, ins Haupthaus zum Abendessen zu kommen. Ich hatte mir vorweg Spaghetti bestellt, Dieter Lamm. Damit hat er allerdings Pech, denn das Fleisch ist so zäh, dass er es kaum mit seinem Besteck teilen kann.

Für den morgigen Vormittag prophezeit Jan gutes Wetter für eine 3-stündige Wanderung mit einheimischem Führer durch den Regenwald. Wir lassen uns überraschen!

 

Di, 28. 03. 2017

Wir haben heute Morgen blauen Himmel und die Sonne scheint! Der Wanderung steht nichts mehr im Wege!

In verschiedenen Reiseberichten haben wir schon gelesen, was uns hier erwartet: schlammige Pfade, eine mörderische Luftfeuchtigkeit und jede Menge Blutegel! Und so ist es auch!

anti leech socks

Gegen die Blutegel hatten wir uns schon im Vorhinein so genannte Anti Leech Socks gekauft. Sie sind aus festem Baumwollstoff in Unisex-Größe und werden auf Kniehöhe mit einem Band festgezurrt. Sie helfen wirklich, denn kein einziger Blutegel hat sich an unsere Beine gewagt. Seitens der Lodge wurden übrigens alle Teilnehmer mit diesen Socken ausgestattet! Krankheiten übertragen die Blutegel nicht, aber sie haben Lust auf Menschenblut. Bei jeder Erschütterung im Untergrund richten sie sich auf, springen ihre Opfer an und saugen sich mit ihren winzigen Rüsselchen in der Haut fest, um Blut zu saugen.

Die hohe Luftfeuchtigkeit ist wirklich mörderisch! Der Schweiß läuft nur so und im Handumdrehen ist jedes T-Shirt oder Hemd klatschnass. Das Schlimmste: Nichts trocknet anschließend!

Für die Pflanzen- und Tierwelt herrschen dagegen optimale Bedingungen: Bis zu 6000 mmm Niederschlag im Jahr, 90% Luftfeuchtigkeit und Durchschnittstemperaturen von 24°. Wegen des hohen Anteils an endemischer Fauna und Flora wurde das Schutzgebiet 1998 in die Welterbeliste aufgenommen. Über die Hälfte aller nur in Sri Lanka vorkommenden Baum- und Straucharten sind hier beheimatet.

Unser Guide durch den Regenwald
Unser Guide durch den Regenwald
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Unsere Wanderung beginnt direkt hinter den letzten Bungalows und führt auf sehr schmalen, glitschigen Pfaden unmittelbar ins Dickicht. Weit und breit sind keine anderen Menschen zu sehen. Vorbei geht es an Urwaldriesen und Wasserfällen.

Wanderung mit Hindernissen
Wanderung mit Hindernissen
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Besondere Pflanzen und Bäume erklärt der einheimische Führer. Jan übersetzt eifrig. Tiere wie z.B. Affen, die hier leben, sehen wir nicht, Nach etwa 2 Stunden haben wir eine Lichtung erreicht, von der aus wir einen schönen Überblick haben. Dann geht es wieder zurück. Zum Schluss überqueren wir noch einige Bachläufe. Sobald man an einer bestimmten Stelle die Füße ins Wasser hält, tauchen Dutzende von Fischen auf und verpassen knabbernd eine Fußzonenreflexmassage. Einige Reiseteilnehmer lassen sich auf dieses Abenteuer ein.

Gegen Mittag sind wir wieder zurück. Jetzt heißt es zuerst, sich der durchnässten und verschwitzten Kleidung entledigen, duschen, Haare waschen und ausruhen. Dann nehmen wir das vorbestellte Mittagessen ein (wieder ein Sandwich) und verziehen uns danach in unseren Bungalow. Zumindest 2 Stunden können wir noch auf der Terrasse die Sonne genießen, dann ziehen dunkle Wolken auf und bald ist die ganze Rainforest Eco Lodge im Nebel verschwunden. Am späten Nachmittag setzt wieder Regen ein. Für das Abendessen haben wir uns heute Grilled Chicken bestellt.

Unser Hotel für 2 Nächte:

Rainforest Eco Lodge - Enselwatte - Deniyaya