Community Projekt Tamarind Gardens

Do, 23. 03. 2017

Heute Morgen verlassen wir um 9.00 Uhr die schöne Hotelanlage Hunas Falls und fahren nach Digana, ein kleines Dorf in der Nähe von Kandy. Hier steht ein Besuch des Gemeinschaftsprojektes Tamarind Gardens auf dem Programm.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Tamarind Gardens
Gemeinschaftsprojekt Tamarind Gardens
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Digana liegt an der Grenze zur Trockenzone, wo Wasser knapp ist und die Ernten - häufig das einzige Einkommen der Dorfbewohner - sehr mühsam sind. In dieser Gegend ist der Mutterboden nur wenige Zentimeter dünn und besteht zu großen Teilen aus Dolomit Gestein. Der Grundwasserspiegel ist sehr niedrig und das Wasser kann nur mit fast unerschwinglich teuren Rohrbrunnen gefördert werden. So ist die Wasserversorgung des Dorfes nicht immer gesichert, was bedeutet, dass viele Familien häufig mehrere Tage ohne frisches Wasser auskommen müssen. Diganga wurde als Ort für dieses wohltätige Projekt ausgesucht, um den Dorfbewohnern mit einem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung eine gesicherte Lebensgrundlage zu ermöglichen.

Schmuckherstellung
Hier wird Schmuck hergestellt
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Zu Tamarind Gardens gehört ein kleiner Bauernhof mit Kühen, Ziegen und Geflügel. Der Nutzgarten auf dem Gelände ermöglicht die Zubereitung sämtlicher Mahlzeiten mit selbst gezogenem Obst und Gemüse. Das Fleisch wird von den ansässigen Bauern des Dorfes geliefert. Zum Gemeinschaftsprojekt gehören auch 4 Zimmer für Einzelreisende. Alle Gebäude, die Einbauten und sogar die Möbel wurden von Handwerkern des Dorfes hergestellt und montiert. Für den persönlichen Bedarf sind moderne Toiletten und Duschen eingebaut.

Ayesha und Nalin, die über 20 Jahre in England gelebt haben, haben das Projekt Tamarind Gardens gegründet mit dem Ziel einer gesunden und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde Digana. Zur Begrüßung erhalten wir eine Tasse Tee. Bei einem Spaziergang durch das Dorf besuchen wir den örtlichen Kindergarten und den Juwelier, der wie eh und je traditionellen Schmuck aus Kupfer und Halbedelsteinen herstellt. Auch die Herstellung von Weihrauchstäbchen wird vorgeführt. Nach der Ortsbesichtigung erhalten wir ein kleine, sehr schmackhafte Mahlzeit.

In der Nähe der Stadt Kandy, unserem heutigen Ziel, befindet sich der kleine Ort Peradeniya. Hauptattraktion ist die Gartenanlage "Royal Botanical Gardens of Peradeniya." Der Garten ist 60 ha groß und gilt als der schönste botanische Garten Asiens. !371 wurde er als königlicher Lustgarten angelegt. Die Briten gründeten 1821 eine botanische Forschungsstation und drei Jahre später wurden auf dem Gelände die ersten Teesträucher angepflanzt. Mittlerweile zählt der Botanische Garten 1,2 Millionen Besucher pro Jahr.

Kanonenkugelbaum
Kanonenkugelbaum
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Neben seinen 4000 Pflanzenarten zählt der Garten allein 10 000 Baumriesen. Und da gibt es schon sehr imposante Exemplare wie den Kanonenkugelbaum, der eine Höhe von bis zu 35 m erreicht.  Aus bestäubten Blüten entwickeln sich braune, kugelförmige Früchte. Sie besitzen eine verholzte Schale und fallen geschlossen vom Baum. Das erleben wir mehrfach. Deshalb ist um viele Bäume ein Gitter gespannt, denn diese Früchte möchte man ungern auf den Kopf bekommen!

Orchideen
Orchideen
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Ein weiteres imposantes Exemplar ist der Javanische Banyan-Baum, der vor einigen Jahren noch eine Fläche von 2400 m² in Anspruch nahm, zuletzt aber aus Gründen der Sicherheit zurückgestutzt werden musste. Nicht minder eindrucksvoll sind bis zu 40 m hohe Riesenbambusse!

Flughunde
Flughunde
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Aber auch die Fauna ist unübersehbar: Hunderte von Flughunden hängen wie Trauben in den Baumkronen! In der Anlage gibt es neben einem Gewürzgarten auch ein Orchideenhaus mit unübertroffener Farbenpracht. Rund um ein Rondell haben sich zahlreiche Gäste mit einem Ehrenbaum verewigt.

Die großzügige Anlage des Botanischen Gartens ermöglicht es, dass wir bei der Menge der Busladungen von Touristen, den vielen Einheimischen und der Menge an Schulklassen immer auch noch einen schattigen Platz zum Verweilen finden.

Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unser heutiges Hotel, das Hotel Thilanka unweit von Kandy im Naturschutzgebiet Udawattaekelle. Unser klimatisiertes Zimmer besitzt einen Balkon mit Aussicht auf den Kandy-See und den Udawattekelle-Wald. Man rät uns, den Balkon nicht zu benutzen bzw. auf keinen Fall die Balkontüre offen zu lassen, da unangenehmer Affenbesuch wahrscheinlich sei! Das lassen wir dann auch lieber sein.

Unser Hotel:

Hotel Thilanka - No. 03, Sangamitta Mawatha - Kandy