Segesta und Erice

So, 17.05. 2015

Unser heutiges Programm:

Eingebettet in eine wunderbare Naturlandschaft liegt der Tempel von Segesta, welchen Sie besichtigen. Anschließend besuchen Sie das weiter oberhalb gelegene Theater. Sie erreichen Erice, ebenfalls auf einem Berg gelegen. Beim Rundgang durch die schmalen Gassen bieten sich Ihnen immer wieder herrliche Ausblicke über die Nordwestküste.

Heute starten wir bei strömendem Regen pünktlich um 8.45 Uhr und sind bereits nach einer Stunde Fahrtzeit in Segesta. Die Ruinen der von den Elymern gegründeten Stadt liegen auf den Hügeln vor dem 431m hohen Monte Barbaro. Die Elymer gehörten zusammen mit den Sikelern und Sikanern zu den vorgriechischen Bewohnern Siziliens. Sie siedelten sich insbesondere in Westsizilien an. Ihre wichtigsten Städte waren Erice, Segesta und Entella. Segesta wurde wohl im 5. Jahrhundert von den Vandalen zerstört und wurde nie wieder besiedelt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Segesta ist der nahezu vollständig erhaltene dorische Tempel und das griechische Theater.

Wir beginnen unsere Tour mit dem Besuch des Theaters. Zu unserer aller Freude scheint sich der Regen zu verziehen und die Sonne kommt durch die Wolkendecke hervor. Vom Parkplatz aus führt eine für den öffentlichen Verkehr gesperrte Asphaltstraße hinauf auf den Gipfel des Monte Barbaro, wo sich das Theater befindet. Ein Shuttlebus bringt die Besucher hinauf und wieder hinunter.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Griechisches Theater in Segesta
Griechisches Theater in Segesta
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Das Theater im griechischen Stil wurde im 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet und lag östlich des Tempels. Es wurde um 100 v. Chr. von den Römern umgebaut und nach oben erweitert. Der halbkreisförmige Zuschauerraum wurde in den Fels gehauen. Er hatte einen Durchmesser von 63 m. Die 20 Sitzreihen wurden durch Treppenaufgänge in sieben Blöcke unterteilt. In den unteren Reihen durften die betuchten Zuschauer bzw. die Prominenten Platz nehmen, die mittleren Ränge waren in der Regel für die breite Öffentlichkeit, wenn auch meist den Männern vorbehalten. Ganz oben nahmen die Frauen und Kinder Platz. Das gesamte Theater ist von einer halbkreisförmigen Mauer umgeben.

Griechisches Theater in Segesta
Dorischer Tempel in Segesta
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Der nicht fertiggestellte Tempel von Segesta wurde von Elymern wohl um 430/420 v. Chr. auf einem Hügel etwas außerhalb der Stadt im dorischen Baustil errichtet. Er hat 6 Säulen an den Fassaden und je 14 Säulen an den langen Seiten. Das Dach fehlt - es wird angenommen, dass die Einheimischen wegen eines Angriffs auf die Siedlung von Segesta nie in der Lage waren, ihr Gotteshaus vollständig abzuschließen.

Nach der Besichtigung der Reste der antiken Stadt Segesta fahren wir zum ca. 40km entfernten Erice.

Castello di Venere in Erice
Castello di Venere in Erice
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Erice ist ein wirklich malerischer Ort. Durch seine Lage auf der Kuppe des 751 m hohen Monte Erice hat man eine einzigartige Aussicht auf das Landesinnere und das Meer. Die gepflasterten engen Gassen, die Torbögen und die vielen geschmückten Innenhöfe geben dem Ort ein fast mittelalterliches Flair. Entsprechend ist die touristische Anziehungskraft! Wir betreten die kleine Stadt durch die Porta Trapani, eines der drei Tore der römischen Stadtmauer. Hinter der Porta Trapani beginnt die Hauptstraße, die Via Vittorio Emanuele. Hier reihen sich die Souvenirläden aneinander. Gleich hinter der Porta Trapani geht es zur um 1314 erbauten Chiesa Regia Matrice, dem Dom. Seltsam zum Dom versetzt steht der Campanile davor. Er ist zwei Jahre älter als der Dom und war ursprünglich als Wachtturm gedacht. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Castello Pepoli, das heute als Edelhochzeitshotel vermarktet wird. Auf einem wuchtigen Felsklotz steht das Castello di Venere, das lange Zeit als Gefängnis diente. Seinen Namen Pfeil hat es vom legendären Venus-Liebestempel, der einst hier stand, dessen römische Reste allerdings kaum noch zu erkennen sind. Auf dem Gipfel des Monte Erice fangen sich oft Wolken oder Nebel. So auch bei unserem Besuch. Aber Fotos mit Nebel haben auch ihren Reiz!

Zum Abschluss unseres Tagesausfluges machen wir noch Station in Trapani, allerdings nur, um uns hier nach einem kurzen Bummel durch die Innenstadt ein leckeres Eis zu genehmigen.