Über Sciacca nach Selinunt

Fr, 15.05. 2015

Unser heutiges Programm:

Durch die sikanischen Berge führt der Verlauf der Reise nach Eraklea Minoa, einer kleinen Ausgrabungsstätte nahe dem Fluss Platani. Entlang von Obstplantagen erreichen Sie Sciacca, das bekannteste Thermalbad der Insel. Höhepunkt des heutigen Tages ist die größte archäologische Ausgrabungsstätte Europas in Selinunt mit den Relikten der bekannten Tempel und der Akropolis.

3 Übernachtungen in Valderice, Baglio Santa Croce

Erster Besuchspunkt heute ist Eraklea Minoa, eine kleine Ausgrabungsstätte, die oben auf einer Felsklippe mit wunderbarer Meersicht gelegen ist. Für alle Besucher und damit für uns von Interesse ist das kleine griechische Halbrundtheater mit seinen zum Meer hin ausgerichteten Sitzreihen. Schade, dass das Theater zum Schutz mit einem riesigen bräunlichen Plexiglasdach versehen ist, aber das muss wohl sein.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Eraklea Minoa - griechisches Theater
Eraklea Minoa - griechisches Theater
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Unterhalb der umzäunten Ausgrabungsstätte führt ein Weg zum Kap mit wunderbaren Ausblicken auf die Kreidefelsen und den Strand. Erinnerungen an Sylt werden wach.

Blick auf den Hafen von Selinunt
Blick von der Piazza Scandaliato auf den Hafen von Selinunt
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Sciacca ist ein in Italien bekannter Thermal- und Badeort, der steil über dem Meer auf der Küstenstraße zwischen den Mündungen der Flüsse Platani und Belice liegt. Der Ort wurde während der römischen Epoche von Selinunt gegründet, dann im 9. Jahrhundert von den Arabern besetzt, die ihr den heutigen Namen gaben. Zuvor wurde der Ort "Thermae Selinuntinae" genannt. Mittelpunkt der kleinen Stadt ist die Piazza Scandaliato, von der wir einen schönen Blick auf den Hafen und das Meer haben. Sehenswert ist die Basilica Maria SS.Del Soccorso, die wir bei einem kleinen Spaziergang besuchen. Recht malerisch wirken die kleinen Gässchen mit den vielen Keramik Verzierungen.

Unsere Mittagspause findet in einem höher gelegenen Strandrestaurant statt. Die Lage des Restaurants gefällt zwar, aber das Restaurant ist restlos überfüllt. Selbstbedienung ist angesagt, das zur Wahl stehende Buffet und die sich dort drängelnden Menschenmassen kann man aber vergessen. So halten wir uns nicht lange hier auf, sondern ziehen einen kleinen Spaziergang in der Nähe des vereinbarten Treffpunktes vor.

Tempel E in Selinunt
Tempel E in Selinunt
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Selinunt ist neben Agrigent eine der wichtigsten Etappen auf unserer Reise durch das antike Sizilien. Die Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 7. Jh. v. Chr. von den Griechen gegründet und bekam ihren Namen vom griechischen Wort Selinon, was übersetzt wilde Petersilie heißt, der in der Gegend sehr verbreitet und sogar auf Münzen abgebildet ist. Ein Erdbeben in der byzantinischen Epoche zerstörte die Stadt bis auf die Grundmauern und sie diente in der Folge als Schutthalde für Baumaterial. Die interessantesten Ruinen sind die der orientalischen Tempel und der Akropolis. Da man nicht genau weiß, wem die Tempel geweiht waren, sind sie mit Buchstaben bezeichnet. Die Ausgrabungsstätte besteht aus zwei Teilen, dem Plateau mit den Tempeln E, F und G und der eigentlichen ummauerten Stadt mit der Akropolis und den Tempeln A, B, C und D auf einem Vorsprung in Meer Nähe. Der größte und älteste ist der Tempel C mit 42 Säulen. Gut zu erkennen ist beim Rundgang die schachbrettartig angelegte Straßenführung mit zwei sich rechtwinklig kreuzenden Hauptstraßen, ein für die damalige Zeit ungewöhnliches Beispiel für eine planmäßige Stadtentwicklung.

Noch ein Wort zum Hotel, in welchem wir drei Nächte verbringen: Das Hotel Baglio Santa Croce liegt in einer von Bergen umgebenen Landschaft nur 10 Fahrminuten von der historischen Altstadt von Erice entfernt. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende und in jüngster Zeit renovierte Landhaus zeichnet sich durch seinen rustikalen Charme aus. Es bietet einen herrlichenPfeil Blick bis hin zum Meer. Es gibt einen Außenpool mit einer wunderbaren Aussicht auf die Berge. Essen und Komfort waren ausgezeichnet. Leider hatten wir allerdings den einzigen regnerischen Tag der ganzen Reise hier erwischt.