Enna und Agrigent

Mi, 13.05. 2015

Unser heutiges Programm:

Knapp 1.000 Meter hoch gelegen erwartet Sie die Burgstadt Enna, in der Sie das Castello di Lombardia und den nördlich gelegenen Fels Rocca di Cerere sehen. Weiter führt der Weg nach Agrigent. Lassen Sie sich von den sehr gut erhaltenen Tempeln in die Zeit der Antike zurückversetzen!

2 Übernachtungen in Cammarata, Villa Giatra

Heute Morgen soll die Abfahrt ebenfalls um 8.30 Uhr sein. Da um diese Zeit aber noch keine Koffer verstaut sind, verzögert sich die Abfahrt wieder um eine halbe Stunde.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Blick auf Enna und Umgebung
Blick auf Enna und Umgebung
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Enna liegt auf einer Höhe von fast 1000m und ist die höchstgelegene Provinzhauptstadt Siziliens. Grüne Ackerflächen prägen die fast baumlose Hügellandschaft. Durch das fruchtbare Umland wurde die Stadt schon früh das Ziel griechischer und römischer Eroberer. Unter den Römern wurde die Region um den "Nabel Siziliens" herum zur Kornkammer Roms.

Castello di Lombardia
Castello di Lombardia
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Das Castello di Lombardia, welches wir als erstes heute besuchen, ist eines der größten Kastelle Siziliens. Historiker schreiben dem Stauferkönig Friedrich II die Errichtung der Burg zu, was aber nicht gesichert ist. Von den ursprünglich 20 Türmen stehen noch sechs.

Am Strand von Agrigent
Am Strand von Agrigent
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Weiter geht die Fahrt nach Agrigent, wo wir gegen Mittag eintreffen und in einem schönen, am Strand gelegenen Restaurant unsere Mittagpause nehmen können. Wer nichts essen möchte, kann auch die Gelegenheit nutzen und ein Bad im Meer nehmen.

Höhepunkt am Nachmittag ist der Besuch der archäologischen Stätten von Agrigent, die zu den eindrucksvollsten Fundstätten auf Sizilien gehören. Sie zeigen die Überreste der Stadt Akragas (lateinisch Agrigentum), eine der bedeutendsten griechischen Städte auf Sizilien. Im 18. Jahrhundert erwachte das Interesse an diesen Ruinen, die fortan viele gelehrte europäische Besucher in ihren Bann schlugen. Wie der örtliche Reiseführer zu berichten weiß, soll W. Goethe 1787 diesen Ort mit den Worten beschrieben haben: "Ich habe nie in meinem Leben eine solche Frühlingspracht gesehen wie heute Morgen beim Sonnenaufgang. Vom Fenster aus sehen wir den weiten und sanften Abhang der antiken Stadt, ganz bedeckt mit Gärten und Weinbergen." Gemeint ist das Tal, in dem heute der archäologischePfeil Park eingebettet ist (Tal der Tempel - Valle dei Templi) und der seit 1998 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht. Die Via dei Templi teilt das Areal in einen westlichen und einen östlichen Bezirk.

Tempel der Hera in Agrigent
Tempel der Hera in Agrigent
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Vom Eingangsbereich beim Parkplatz geht es hinauf in den östlichen Tempelbezirk zum Hera- oder Junotempel (Tempio di Giunone), der um 450 v.Chr. errichtet wurde. Er ist mit Säulen eingefasst, an der Stirnseite stehen 6 Säulen, die Basis ist vierstufig. Insgesamt sind 25 Säulen erhalten. Unterhalb des Tempels erkennt man Reste der Stadtmauer und byzantinische Grabhöhlen.

Tempel der Concordia in Agrigent
Tempel der Concordia in Agrigent
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Der wunderbar harmonische und gut proportionierte auf einem Hügel gelegene Tempel der Concordia ist der besterhaltene Tempelbau. Er wurde um 450 v.Chr. gebaut. Er ist der Stolz des Agrigent-Tals und zählt zu den bekanntesten und besterhaltenen Beispielen dorischer Architektur. Die Abmessungen gleichen in etwa denen des Hera Tempels. Wie der Hera Tempel hat auch dieser 6 Säulen auf der Stirn- und 13 Säulen auf der Längsseite. Diese Sonderform findet sich nur in Agrigent. Sonst ist das Verhältnis immer 6:14 oder 6:15 Säulen.

Herkulestempel in Agrigent
Herkulestempel in Agrigent
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Der Herkulestempel (Tempio di Ercole) stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und ist damit der älteste. Nach einem Erdbeben ist er eingestürzt. Die 8 Säulen, die noch zu sehen sind, wurden erst im 20. Jahrhundert wieder aufgestellt.

Im westlichen Tempelbezirk ist der Tempio dei Dioscuri, der Kastor- und Polluxtempel zu sehen. Die vier über Eck stehenden Säulen wurden im 19. Jahrhundert wieder aufgerichtet und sind zum Wahrzeichen Agrigents geworden. Östlich dieses Tempels liegen die Ruinen des Zeus-Tempels (Tempio di Giove Olimpico). Außer einer riesigen Steinhalde ist vom monumentalen Tempel des Olympischen ZeusPfeil allerdings nichts mehr zu sehen.

Dank eines ausgezeichneten örtlichen Führers durch die Tempelanlage war der Besuch ein Genuss!