Syrakus

So, 10.05. 2015

Unser heutiges Programm:

In Syrakus besuchen Sie das Castello Euralio, zu Dionysos´ Zeiten die wichtigste Verteidigungsanlage der Stadt. Nach dem Besuch der Archäologischen Zone erreichen Sie die Altstadt, in welcher Sie die Arethusa-Quelle, den Dom und den Apollon-Tempel sehen. In der Mittagszeit ist für Sie ein Picknick an der Ciane-Quelle vorbereitet. Dort wachsen die einzigen Papyrusstauden Europas. Mit einem kurzen Bootsausflug endet das heutige Programm.

2 Übernachtungen im Grand Hotel Sofia in Noto

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Unser Minibus
Unser Bus
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Nach einer ruhigen Nacht und einem passablen Frühstück trifft sich die Reisegruppe um 8.45 Uhr im Foyer des Hotels und wartet auf den Reiseleiter, den wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen haben. Mit etwas Verspätung erscheint er dann auch, entschuldigt sich nicht für sein Zuspätkommen, sondern dirigiert uns direkt zur Straße, wo angeblich der Bus - ein Minibus - stehen soll, was aber nicht der Fall ist. Also wird telefoniert und gegen 9.15 Uhr ist auch der Bus da. Es ist derselbe Bus inclusive Fahrer (Marco), der uns auch gestern am Flugplatz abgeholt hat. Marco steht jetzt vor einem Problem: Er soll 15 Koffer in den Minibus laden/quetschen. Das geht nur durch Probieren, Ein- und wieder Ausladen, bis schließlich doch alle Koffer verstaut sind. Bis auf 2 Plätze werden alle Plätze belegt, das Handgepäck auf die freien Plätze verteilt. In die obere Ablage passen nur Jacken, Schirme oder Stöcke. Mit reichlich Verspätung starten wir dann gegen 10.00 Uhr.

Der Reiseleiter ist Sizilianer und heißt Vincenzo. Er stellt sich nicht vor und gibt auch im Verlauf der Rundreise den Teilnehmern keine Gelegenheit, sich zum besseren Kennenlernen gegenseitig vorzustellen. Der erste Programmpunkt heute, das Castello Eurialo, fällt aus, aus welchen Gründen auch immer. Der Beginn der Rundreise ist demnach alles andere als optimal und nicht nur wir sind irgendwie schon sauer. Doch um es vorweg zu sagen: Es entwickelt sich alles zum Besseren! Vincenzo zeigt im Laufe der Reise seine wahren Stärken: Er liebt Sizilien und versteht es, uns "sein" Sizilien näher zu bringen, sei es als Sänger, Komödiant, Geschichtenerzähler und Witzemacher. Zum Schluss waren alle Teilnehmer mit ihm zufrieden!! Was wir vom Busfahrer nicht sagen konnten. Aber dazu an passender Stelle mehr!

Opferaltar Hieron II.
Opferaltar Hierons II im Parco Archeologico della Neapolis in Syrakus
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Die Fahrt geht in die Neustadt von Syrakus, zum Parco Archeologico della Neapolis, wo sich die antiken Bauwerke befinden. Zum Park gehören das griechische Theater (Teatro Greco), das Heiligtum des Apollon Temenites, das römische Amphitheater, der Altar Hierons II, die Latomia del Paradiso und die Nekropole Grotticelle.

Der Altar Hierons II. ist rechteckig, 23m x 198 m groß und der größte Altar der griechischen Zeit. Er wurde im 3. Jahrhundert vom Tyrannen Hieron II für öffentliche Opferungen errichtet. Vom Altar ist noch die in den Felsen gehauene Basis erhalten.

Ohr des Dionysos
Ohr des Dionysos
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Bei unserem Rundgang durch den archäologischen Park kommen wir als nächstes zum "Orecchio di Dionisio", zum "Ohr des Dionysos". Das ist eine 65m tiefe, 23m hohe und 5-11m breite Höhle, die aufgrund ihrerPfeil Form den Schall zu verstärken vermag. Der Legende nach benutzte sie Dionysos, um von oben mithören zu können, was die in der Höhle sitzenden Gefangenen sprachen.

Teatro Greco - das griechische Theater
Teatro Greco - das griechische Theater
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Attraktion des Parks ist das Teatro Greco, das griechische Theater, das im 5. Jahrhundert v.Chr. erbaut und mehrfach erweitert und verändert wurde. Es hat Platz für 15.000 Zuschauer und war eines der größten griechischen Theater der Antike. Der Zuschauerraum ist in 9 Sektoren unterteilt mit 61 Sitzreihen. Erst die Römer reduzierten die Sitzreihen auf 46, um auf einem vergrößerten Bühnenbereich mehr Platz für blutige Gladiatorenspiele zu haben. In halber Höhe werden die Stufen durch einen breiten Gang unterbrochen und auf einer Krönung sind die Namen der Gottheiten und der Familienmitglieder Hierons II. eingraviert.

Nymphaeum
Nymphaeum
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Oberhalb des Theaters befindet sich eine künstliche Grotte, das Nymphaeum. Es war den Musen geweiht und aus seinen Nischen fließt noch frisches Quellwasser durch die antiken Kanäle ab. Eine in Resten erhaltene Wasserleitung diente wohl zur Versorgung von Darstellern und Zuschauern. Links des Nymphaeums befindet sich eine kleine Gräberstraße aus byzantinischer Zeit.

Nach der Besichtigung des archäologischen Parks geht es auf die Halbinsel Ortygia, dem uralten Kern von Syrakus, der durch die Brücke Ponte Nuovo mit dem Festland verbunden ist, die bis zur Piazza Pancali reicht. Die Halbinsel Ortygia (= Insel der Wachteln) gehörte zu den ersten griechischen Kolonien auf Sizilien. Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. ließen sich hier griechische Siedler nieder, um eine neue Heimat zu finden.

Apollotempel in Syrakus
Apollotempel in Syrakus
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Am Ende der Piazza Pancali stehen die Reste des Apollotempels. Er ist der älteste dorische Tempel Siziliens und stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Außer Säulenstümpfen und zwei Säulen mit Gebälk gibt es allerdings nichts mehr zu sehen.

Fontana di Artemide in Syrakus
Fontana di Artemide in Syrakus
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Von der Piazza Pancali gehen wir durch die Geschäftsstraße Corso Matteo zur Piazza Archimede, einem runden Platz mit vielen Straßencafés und Restaurants. Die Fontana di Artemide in der Mitte des Platzes symbolisiert die Verwandlung der Nymphe Arethusa in die gleichnamige Quelle.

Piazza Duomo in Syrakus
Piazza Duomo in Syrakus
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An der höchsten Erhebung der Halbinsel Ortygia liegt der von barocken Palazzi gesäumte Domplatz, der schönste Platz im Herzen der Altstadt von Syrakus.  Der halbrunde Platz beherbergt den Dom Santa Maria delle Colonne, an dessen Eingangsportal noch die dorischen Säulen des einstigen Athena Tempels zu sehen sind. Direkt gegenüber vom Dom reihen sich harmonisch das Münzmuseum, das erzbischöfliche Palais, die Kirche Santa Lucia Badia, der Palazzo Beneventano del Bosco und das Rathaus. Sie alle wurden im 17. oder 18. Jahrhundert errichtet.

Für den späteren Nachmittag steht ein Bootsausflug auf dem Fluss Ciane auf dem Programm. Eigentlich sollte an der Arethusa-Quelle ein Picknick stattfinden, aber das wird kurzerhand auf das Boot verlegt. Vincenzo hat am Markt in Syrakus eingekauft und so begeben wir uns alle Richtung Bootsanlegestelle.

Papyrusstauden
Papyrusstauden
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Der  Ciane ist ein kleiner, aber auch der einzig noch befahrbare Fluss Siziliens. Er fließt in den Fluss Anapo und dieser mündet ins Ionische Meer. Die Ufergebiete der beiden Flüsse sind die einzigen Orte, an denen wilde Papyrusstauden wachsen. Das Wort "Papier" kommt von Papyrus. Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. wurden die Stauden von den alten Ägyptern zur Herstellung von Schreibmaterial verwendet. In Europa wachsen die zur Familie der Riedgräser gehörenden Pflanzen nur noch auf Sizilien.

Orangen
Orangen
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Die Bootsfahrt ist kurzweilig: Wir genießen bei Rotwein und Mineralwasser die eingekauften Snacks und spazieren dann am Flussufer entlang zu den Papyrusstauden. Alles in allem eine sehr schöne Abwechslung. Auf der Rückfahrt zur Anlegestelle lässt Vincenzo das Boot nochmals anhalten, um für uns ein paar Orangen zu "klauen", die ebenfalls am Flussufer wachsen. Die "böse" Überraschung kommt zum Schluss: Wir müssen über eine Stunde auf unseren Bus warten. Irgendwie klappt die Verständigung zwischen Reiseleiter und Busfahrer überhaupt nicht! Marco, der Sohn des Busunternehmers macht leider auf uns einen überheblichen Eindruck. Für das lange Warten hat er keine Entschuldigung übrig. Stattdessen geht das Telefonieren mittels Handy auch während der Weiterfahrt nach Noto lustig weiter. Das stört uns ganz massiv und das wird Gebeco auch zu hören bekommen. Pfeil

Im Hotel Sofia in Noto erhalten wir einen Begrüßungsdrink, den einzigen auf dieser Reise. Auf Kofferservice müssen wir ganz verzichten - anders, als bei der Gebeco-Erlebnisreise in Andalusien! Das Abendessen ist ok und Vincenzo ist bemüht, gutes Wetter zu machen.