Ätna und Taormina

Fr, 22.05. 2015

Unser heutiges Programm:

Auch für Einheimische stets faszinierend, liegt der Ätna als größter aktiver Vulkan Europas im Osten der Insel und dominiert das Landschaftsbild. Sie fahren hinauf bis etwa 1.900 Meter zu den Silvestri-Kratern. Hier bleibt Zeit für einen kleinen Spaziergang. Anschließend fahren Sie hinunter in das bekannteste Städtchen Siziliens, nach Taormina. Genießen Sie das Flair dieser Stadt und den einmalig schönen Ausblick vom antiken Theater auf die Bucht von Giardini Naxos und den alles überragenden Ätna.

Heute ist der letzte Tag unserer Sizilien Rundreise. Er soll gekrönt werden mit einem Besuch des Ätna und später der Touristenhochburg Taormina.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Der Ätna
Der Ätna
>>Schliessen<<

Der Ätna liegt auf einer Höhe von 3350 m, ist der höchste Vulkan Europas und bedeckt eine Oberfläche von 1250 km². Er kann in Bezug auf die sich in den letzten Jahren wiederholten Ausbrüche (1995, 2001, 2002) als einer der weltweit aktivsten Vulkane bezeichnet werden. Er verändert seine Höhe und das Aussehen seiner Flanken ständig!

Pünktlich um 8.30 Uhr geht's los. Marco will uns heute "etwas Gutes" tun - so übersetzt es Vincenzo - und für Hin- und Rückfahrt zwei unterschiedliche Routen wählen. Die landschaftlich schönere Tour soll bei der Hinfahrt über Nicolosi gehen. Der Ort liegt auf 702 m Höhe am südlichen Hang des Ätna. Google Maps gibt maximal 40 Minuten Fahrtzeit von Acireale nach Nicolosi an. Leider kennt Marco die Strecke wohl überhaupt nicht, er verfährt sich laufend, mehrere Orte werden wiederholt angefahren. Ein Navigationsgerät ist nicht vorhanden und auch die Hilfe eines Mitreisenden, der in der ersten Reihe sitzt und den Streckenverlauf auf seinem Smartphone verfolgt, will er nicht annehmen. Vincenzo wagt es erst gar nicht, Ratschläge zu geben. Alles in allem schon ein Trauerspiel. Nach zwei Stunden Irrfahrt erreichen wir dann doch noch Nicolosi, wo eine Pause eingelegt wird.

Von Nicolosi geht es die restlichen 18 km in Serpentinen hinauf auf 1900 m Höhe zur Bergstation mit Parkplatz (Rifugio Sapienza). Erkaltete Lavaströme belegen, dass wir uns tatsächlich auf einem Vulkan befinden, der immer wieder mal urzeitliches Gestein aus dem Kern des Planeten auf die Erdoberfläche niederregnen lässt. An einer Stelle sehen wir ein Haus, das fast völlig von der Lava verschüttet wurde.

Ätna. Silvestri Krater
Ätna, Silvestri Krater
>>Schliessen<<

Oben angekommen, geht es zunächst zu Fuß auf den Rand des Silvestri Kraters. Er ist einer der 5 erloschenen Vulkanöffnungen, die 1892 entstanden sind. Alle Krater zusammen tragen den Namen Crateri oder Monti Silvestri und befinden sich auf einer Höhe von 1900 - 2100 m. Der Vulkanausbruch von 1892 dauerte 6 Monate und bildete diese Kraterformation. Ein ganz schöner Wind weht hier oben!! Einigen Touristen scheint es nicht gelungen zu sein, ihre Mützen und Taschen fest zu halten, wie auf dem angrenzenden Lava Feld herum liegende Utensilien und leider auch Unrat beweisen!

Ein jüngerer Ausbruch fand 2001 statt. Dabei wurden die Drahtseilbahn und Skiliftanlagen zerstört. Die Straße nach Zafferano wurde unterbrochen. Mittlerweile ist alles wieder hergestellt und wir können ein Stück des Weges bis zum Kraterrand von 2001 gehen. Wie ein Schild anzeigt, soll es nur 20 Minuten dauern. Allerdings ist es ein mühsamer Weg, denn er ist steil und wir rutschen nach obenauf dem Geröll immer wieder ab. Außerdem ist der Wind genauso stark! Dafür werden wir mit einer herrlichen Sicht über die tiefer gelegenen Lavafelder, den Gipfel des Ätna und in den Trichter des Silvestri Kraters belohnt.

Die bereits erwähnte Seilbahn geht auf 2500 m Höhe. Von dort könnte man mit Geländefahrzeugen (mit autorisierten Fahrern) bis in das genehmigte Kratergebiet fahren. Diese Option können wir aus Zeitgründen nicht wahrnehmen.

Nach einer kleinen Erfrischung verlassen wir das Gebiet und nehmen jetzt den Rückweg über Zafferana nach Taormina, dieses Mal ohne Umherirren.

Ionisches Meer bei Taormina
Blick auf Ionisches Meer bei Taormina
>>Schliessen<<

Taormina  liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich des Ätna am  Ionischen Meer zwischen Messina und Catania. Der ursprüngliche Ortskern wurde auf einer Terrasse des Monte Tauro etwa 200 m über dem Meeresspiegel errichtet. Heute erstreckt sich das Stadtgebiet bis ans Meer. Der Ort ist der älteste Ferienort auf Sizilien. Früher waren es adlige Familien, die die Wintermonate in Luxushotels verbrachten, heute sind es Besucher aus aller Welt und jeden Budgets, die hier Urlaub machen. Um den Ort und die Umgebung richtig genießen zu können, hätte man mehr Zeit haben müssen. Uns bleiben gerade mal zwei Stunden.

Griechisches Theater in Taormina
Griechisches Theater in Taormina
>>Schliessen<<

Das berühmteste Denkmal der Stadt ist das griechisch-römische Theater, Teatro Greco, welches wir gemeinsam besuchen. Die Römer bauten es im zweiten Jahrhundert vor Christus an die Stelle eines kleineren griechischen Theaters. Warum das Theater hier gebaut wurde, offenbart sich beim Blick nach Südwesten: Hinter der Bühne erhebt sich in der Ferne der Vulkan Ätna - eine beeindruckende Kulisse.

Die Straßen in Taormina sind eng. Fußwege gibt es so gut wie keine, das heißt auf den Straßen mischt sich alles. Der Corso Umberto I. ist die Flaniermeile des spätmittelalterlichen Stadtzentrums, wo sich die Touristen tummeln. Sie wird von zwei Stadttoren (Porta Messina am östlichen und Porta Catania am westlichen Ende) begrenzt. Hier reiht sich ein Souvenirladen an den nächsten, hier warten Schnellimbisse und teure Cafés auf ihre Besucher. Zweimal verbreitert sich der Corso, einmal zur Piazza IX Aprile und dann zur Piazza Duomo, den Hauptplätzen der Stadt. Mit einem Spaziergang auf dem Corso Umberto I. ist auch schon die Zeit in Taormina zu Ende. Zum Busparkplatz gibt es einen Shuttlebus.

Gegen 17.30 Uhr sind wir wieder im Hotel Santa Tecla Palace in Acireale. Es bleibt Zeit genug, die Koffer zu packen, denn mit dem letzten gemeinsamen Abendessen endet die Rundreise.

 

Sa, 23.05. 2015

Wir werden bereits um 5.00 Uhr von Marco abgeholt und zum Flugplatz in Catania gebracht. Das Hotel gibt uns anstelle des Frühstücks noch eine Brotzeit mit auf den Weg.

Unser Flieger startet pünktlich um 8.00 Uhr und landet genauso pünktlich um 10.30 Uhr in München. Dort werden wir von unserem Schwiegersohn abgeholt.

Ob wir diese Reise uneingeschränkt weiter empfehlen können, vermögen wir nicht zu sagen. Das Programm wurde im Großen und Ganzen eingehalten, die Hotels und die Verpflegung waren in Ordnung. Lobenswert waren die örtlichen Reiseleiter! Was uns gestört hat, war der zu kleine Bus für 15 Personen, der überheblich und bestimmend wirkende Busfahrer, dem Vincenzo unserer Meinung nach oft nicht entschieden genug begegnete und das ständige Telefonieren des Busfahrersnach oben während der Fahrt (ohne Freisprechanlage). Kofferservice fehlte bis auf eine Ausnahme ganz. Unsere Andalusien Reise war auch eine Gebeco-Erlebnisreise, die uns aber in puncto Bus, Busfahrer und Reiseleitung wesentlich besser gefallen hat!