Monreale und Palermo

Mo, 18.05. 2015

Unser heutiges Programm:

Die quirlige Provinzhauptstadt ist der kulturelle und politische Mittelpunkt Siziliens. Auf Ihrem Stadtrundgang besichtigen Sie die Kirche La Matorana, die Kathedrale mit den Königsgräbern und San Cataldo. Sie spazieren durch die Altstadt zur Vucceria, einem typischen Marktplatz. In Mondello, dem Seebad der Palermitaner, verbringen Sie die Mittagspause. Entspannen Sie an der Promenade oder in einem der Cafés. Außerdem besichtigen Sie heute den Dom von Monreale und dessen Kreuzgang. Bei den Übernachtungen in Palermo sollten Sie die einheimische Küche in Eigenregie ausprobieren. Ihre Reiseleitung hat sicher Tipps für Sie parat.

3 Übernachtungen im Hotel Vecchio Borgo, Palermo

Das heutige Programm ist überladen und wird so nicht durchgeführt. Wir fahren zuerst nach Monreale, besichtigen den Dom und den Kreuzgang, dann geht es nach Palermo, wo die Cappella Palatina und der Parlamentssaal besucht werden. Anschließend werden wir zum Hotel gefahren und verbringen den Rest des Tages in Palermo in Eigenregie. Sowohl in Monreale als auch in Palermo haben wir einen ausgezeichneten, sachkundigen Führer!

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Normannendom Santa Maria Nuova in Monreale
Normannendom Santa Maria Nuova in Monreale
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Das Städtchen Monreale erstreckt sich 8 km südwestlich der Hauptstadt Palermo am Hang des Monte Caputo. Es ist berühmt für seine majestätische normannische Kathedrale Santa Maria Nuova, mit ihren einzigartigen, byzantinischen Mosaiken ein Meisterwerk sizilianischer Kunst. Die Mosaiken im Kircheninnern bedecken fast die gesamten Flächen der Wände und stellen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Der Grundriss der Kirche ist der einer dreischiffigen Basilika. Die Schiffe sind durch Granitsäulen mit dekorierten Kapitellen getrennt. Das Mittelschiff ist von 18 Granitsäulen gesäumt. Mosaike mit Engeln, Heiligen und Aposteln erstrahlen im Mittelschiff um die Madonna mit Kind.

Figur des Christus Pantokrator im Dom in Monreale
Figur des Christus Pantokrator im Dom in Monreale
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Darüber erhebt sich die gigantische Figur des Christus Pantokrator (=der Segnende). In der linken Hand hält der Christus ein Evangelium, auf dem man in lateinischer Sprache liest: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben." Beim Betrachten spürt man irgendwie eine unbeschreiblich feierliche Atmosphäre.

Errichten ließ diesen Dom der Normannenkönig Wilhelm II im Jahre 1174 als Zeichen seiner Ergebenheit für die Jungfrau Maria und Jesus.

An den Seiten der Kirche befinden sich die Sarkophage Wilhelm I und Wilhelm II sowie die Gräber von Margherita von Navarra, Ehefrau von Wilhelm I und deren Söhnen Heinrich und Roger.

Zur Kathedrale gehörte einst ein Benediktinerkloster, das ebenfalls im 12. Jahrhundert zur gleichen Zeit wie die Basilika auf Initiative Wilhelms II errichtet wurde.

Brunnen im Kreuzgang in Monreale
Brunnen im Kreuzgang in Monreale
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Übrig geblieben ist nur noch der prachtvolle Kreuzgang mit über 200 Säulen, die alle voneinander verschieden sind. Die einen sind einfach glatt, andere haben schrauben- oder zickzackförmige Kanneluren, wieder andere sind mit Einlegearbeiten aus Mosaik geschmückt. Ihre Kapitelle zeigen Fabelwesen, Menschen, Monster, Tier- und Pflanzendarstellungen.

Nach der gemeinsamen Besichtigung von Dom und Kreuzgang haben wir genügend Zeit, uns in dem kleinen Städtchen umzusehen und eine Erfrischungspause einzulegen, denn mittlerweile ist es recht heiß geworden.

Danach bringt uns unser Bus nach Palermo. Ab heute löst wieder Marco seinen Vater beim Fahren ab!

Erster Besichtigungspunkt in Palermo ist der Normannenpalast (Palazzo dei Normanni oder Palazzo Reale), der mit der Cappella Palatina die größte Sehenswürdigkeit der Stadt birgt. Der Palast liegt auf einem Hügel, auf dem schon Phönizier, Römer und Byzantiner siedelten. Die Araber hatten hier den Palast ihrer Emire. Im 12. Jahrhundert errichteten die Normannen die Residenz von Roger II. UnterPfeil Friedrich II entfaltete die Residenz ihren höchsten Glanz. Danach verfiel der Palast. Erst im 16. Jahrhundert erhielt er sein heutiges Aussehen. 1947 wurde er Sitz des sizilianischen Regionalparlaments.

Im Inneren des Palastes befindet sich die spektakuläre Cappella Palatina, ein Kleinod arabisch-normannischer Baukunst. Sie wurde unter Roger II im normannisch-arabisch-byzantinischen Stil als Privatkapelle errichtet. Die Weihe fand 1140 statt.

Cappella Palatina Palazzo Reale Palermo
Cappella Palatina Palazzo Reale Palermo
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Holzdecke Cappella Palatina
Holzdecke Cappella Palatina
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Die Kapelle besteht aus drei Schiffen, die von zehn Granitsäulen begrenzt sind. Der Fußboden ist mit kunstvollem Marmor geschmückt. Was den Betrachter in den Bann zieht, sind die Mosaiken an den Wänden und in der Kuppel. An den Seitenwänden sind Darstellungen des Lebens Christi und Paulus sowie Episoden aus dem Alten Testament dargestellt. In der Kuppel reihen sich acht Engel um den segnenden Christus. Die Mosaiksteine bestehen aus farbigem und mit Blattgold verziertem Glas. Weitere Glanzstücke sind der Hochaltar, ein 4m hoher, reich verzierter Kerzenhalter und der Thron Rogers II. Eine Besonderheit ist die geschnitzte arabische Holzdecke in Stalaktiten- und Wabenform.

Nach dieser großen Besichtigungstour fahren wir zu unserem Hotel in der Via Quintino Sella. Marco weigert sich, uns direkt bis vor das Hotel zu fahren, da ihm die Straße für seinen Bus zu eng erscheint. Nun ja, wie wir später feststellen, fahren noch größere Autos durch die Straße. So schleppen wir unsere Koffer die gut 200 m bis zum Hotel. Was soll's! Die Via Quintino Sella strotzt nicht gerade vor Sauberkeit. Hier streikt die Müllabfuhr, es sieht unappetitlich aus. Dafür ist das Hotel sauber, das Zimmer geräumig und auch das Bad absolut in Ordnung. Das morgendliche Frühstück lässt kaum Wünsche offen, wie sich später zeigt. Der Vorteil des Hotels besteht darin, dass die Innenstadt fußläufig zu erreichen ist.

Für den Rest des Tages ist Freizeit angesagt. Ein gemeinsames Abendessen ist in Palermo nicht vorgesehen.

Teatro Massimo Palermo
Teatro Massimo Palermo
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Der Weg vom Hotel ins Zentrum ist nicht weit. Die Via Quintino Sella führt auf die Via della Liberta. Diese braucht man nur schnurstracks entlang zu gehen, kommt am Teatro Massimo vorbei bis zum Mittelpunkt der Innenstadt Palermos: die "Vier Ecken" Quattro Canti. An der Via della Liberta reiht sich ein Geschäft an das andere, genug zum Bummeln etc. In den Nebenstraßen, teils enge Gassen, finden sich Pfeilgenügend Straßenrestaurants, die zum Essen einladen. Wir beenden hier den Tag zusammen mit zwei weiteren Reiseteilnehmern bei einem leckeren Pizza Essen. Zurück zum Hotel sind es nur gute 15 Minuten zu Fuß.