Maskat: Fischmarkt, Corniche, Souk von Mutrah, Dhaufahrt

Mittwoch, 27.11.2013

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Frühstücksbuffet
Frühstücksbuffet im Al-Falaj
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Wir hatten einen erholsamen Schlaf! Wunderbar ausgeruht begeben wir uns gegen 7.15 Uhr zum Frühstück. Das bereitgestellte Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen, frischen, starken Kaffee und Tee gibt es auch. Wir genießen die morgendliche Ruhe: um diese Zeit ist es noch nicht allzu voll im Frühstücksraum. Nach dem Frühstück bleibt genügend Zeit für einen kleinen Spaziergang rund um das Hotel. Um 9.00 Uhr wird uns der Bus abholen zur Fahrt ins Zentrum.

Auf dem Fischmarkt
Auf dem Fischmarkt in Mutrah
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Pünktlich treffen alle Reiseteilnehmer ein, wie angenehm; die Busfahrt kann beginnen. Als erstes besuchen wir den Fischmarkt. Er befindet sich am westlichen Ende der Corniche im Stadtteil Mutrah. Fangfrisch direkt mit Schubkarre vom Meer bringen die Händlergehilfen jede Menge Fische zum Verkauf hierher. Wir können ungehindert durch die einzelnen Reihen gehen und das Angebot bestaunen. Dabei werden wir des Öfteren in Englisch angesprochen. Man will gerne wissen, woher wir kommen und man freut sich, wenn wir die ausgelegten Fische bewundern. Die meisten Omanis sind auch bereit, sich fotografieren zu lassen. Man sollte allerdings in jedem Fall um Erlaubnis bitten. Viele große Fische werden in der hinteren Reihe zerteilt. Das machen nicht etwa die Händler, sondern extra Leute. Ihnen können wir ebenfalls "über die Schulter" schauen. Übrigens werden auf dem Fischmarkt Traditionen hochgehalten: Nur Omanis dürfen Fisch fangen, ihn zerkleinern und verkaufen. Frauen sieht man hier selten, wenn, dann sind es meist Inderinnen. Die arabischen Frauen überlassen den Einkauf von Fisch, Gemüse und Obst gerne den Männern, besonders vor oder an Festtagen. Die Frauen haben wesentlich mehr Interesse an den großen Shopping-Malls, wo sie flanieren und alle Angebote studieren können. Man sieht die Angebote, man sieht andere Leute. Auch wenn die Frauen verschleiert sind, so wird doch minutiös darauf geachtet, was man anhat, welche Schuhe, Schals und Designertaschen zur Kleidung passen. Man ist modebewusst und kultiviert! Man trägt nicht nur schwarze Abayas, sondern vereinzelt schon farbige. Auch die Männer tragen nicht mehr ausschließlich weiße Dishdashas, sondern zunehmend farbige! Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Schiitische Moschee in Mutrah
Schiitische Moschee in Mutrah
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Nach dem Besuch des Fischmarktes spazieren wir auf der Küstenpromenade, der Corniche, in östlicher Richtung. Sie führt vom großen Fish Souk, vorbei am Mutrah Souk bis nach Alt-Maskat. Wir sehen zahlreiche alte Kaufmannshäuser, die von persischen Händlern im 19. Jh. errichtet wurden. Im Scheitelpunkt befindet sich eine schiitische Moschee, die von der Islamischen Republik Iran unter Ayatollah Khomeini nach obenan die Nachkommen dieser Kaufleute aus Belutschistan als Geschenk errichtet wurde. Das Minarett der Moschee hat typisch iranische Muster.

Al Said, die Yacht des Sultans
Al Said, die Yacht des Sultans
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Einen schönen Blick von der Uferpromenade haben wir auf den Sultan Qaboos-Hafen von Mutrah, in dem Containerschiffe, zunehmend auch große Kreuzfahrtschiffe ankern. Besonders ins Auge sticht die Yacht des Sultans, die "Al Said", die hier ankert. Mit 155 m Länge ist das Schiff die drittlängste Privatyacht der Welt, gebaut von der Lürssen Werft in Bremen, nur Roman Abramowitsch (162,5m) und Sheikh Mohammed al-Maktoum aus Dubai (162m) haben größere Yachten. Und das nötige Kleingeld haben alle drei! Angeblich soll der Sultan seine Yacht nur wenig nutzen.

Eingang Mutrah Souk
Eingang Mutrah Souk
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Einer der beiden Eingänge zum Souk von Mutrah liegt direkt an der Uferpromenade. Duftende Gewürze und Weihrauch, bunte Stoffe, Gold- und Silberwaren und Antiquitäten gehören zum Sortiment. Der Souk gilt als der älteste und größte im Oman, er ist gut überschaubar, er hat aber keineswegs die Größe eines Souks wie in Marrakesch oder Fes. Dort, wo sich zwei Soukstraßen kreuzen, sind kleine überdachte Plätze mit kunstvoll dekorierten Dachkonstruktionen. Handeln, so wird uns gesagt, ist angebracht! Ich (Anita) habe es vor allem auf die wunderschönen Pashmina-Schals abgesehen, die hier sehr preiswert zu haben sind. Von der Reiseleiterin erhalte ich einen guten Tipp, wo ich am besten kaufen soll. Mit dem Kauf von Weihrauch halten wir uns zurück und warten auf den Besuch des Weihrauch-Souks in Salalah. Nach knapp 2 Stunden ist anscheinend jeder Reiseteilnehmer "fündig" geworden und wir können unsere gemeinsame Besichtigung fortsetzen.

Bucht von Mutrah
Bucht von Mutrah mit Weihrauchbrenner
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Bleibt nur noch zu erwähnen, dass wir vom Souk-Eingang sehr schön die Festung von Mutrah hoch oben auf einem Felsen und den Aussichtsturm in Form eines Weihrauchbrenners am östlichen Ende der Bucht sehen können.

Der Bus bringt uns nun zu einem riesigen Supermarkt der Kette "Lulu". Hier kauft die Reiseleiterin Gebäck und sonstige Leckereien, die bei der für den Nachmittag angesetzten Dhaufahrt als Mittagssnack dienen sollen. Derweil schlendern auch wir durch den Markt, der sich im Aufbau und seiner Ausdehnung in nichts von westlichen Supermärkten unterscheidet, und kaufen die ersten Datteln! Man hat sich an westliche Besucher angepasst: am Eingang steht ein großer geschmückter Weihnachtsbaum, dazu Bilder einer Schneelandschaft mit Hirschen und Schlitten!! Wie man sich Weihnachten eben vorstellt! Zurück am Bus, wartet der Busfahrer mit Cardamon Kaffee und Datteln auf, eine echte omanische Begrüßung, ein Symbol omanischer Gastfreundschaft!!

Dhau
Mit dieser Dhau schippern wir vor der Küste Maskats
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Der Nachmittag beginnt mit einer zweistündigen Fahrt auf einer Dhau, einem traditionellen Holzboot, vor der steil abfallenden Küste.  Mit solchen Schiffen fuhren arabische Kaufleute einst bis nach Sansibar und Indien, heutzutage werden sie aber nur noch zu touristischen Zwecken eingesetzt. Diese Dhaufahrt sollte der Höhepunkt des Tages werden, leider nicht für mich (Anita). Das Schiff hat derart stark geschaukelt, dass es mir nach kurzer Zeit schlecht wurde und ich die Fahrt nicht mehr genießen konnte.....Ich habe auch nichts von der Küste gesehen und musste Dieter das Fotografieren überlassen, obwohl er mit Filmen beschäftigt war. Ich habe nur noch das Ende der Fahrt herbeigesehnt und war überglücklich, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Zum Glück kamen die Lebensgeister schnell zurück und ich konnte die anschließende Führung im Luxushotel Al Bustan genießen.

Harfenspieler im Al Bustan
Harfenspieler im Al Bustan
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Al Bustan, ein 5-Sterne Ritz-Carlton Hotel, liegt eingerahmt von den Ausläufern des Hadschar-Gebirges direkt am Golf von Oman. Die Lobby ist ein Wahrzeichen orientalischer Pracht. Ein Harfenspieler sowie der Duft von Weihrauch und Myrrhe unterstreichen die Exklusivität. 250 Zimmer und 40 Suiten sind auf 8 Etagen verteilt und bieten jeden erdenklichen Luxus. Die Gartenanlage mit zwei Lagunenpools und einem großen Swimmingpool sowie der 1 Kilometer lange Strand bieten viel Platz für Entspannung und Erholung. Wir bekommen Tee und Gebäck gereicht und dürfen den Ballsaal, den großen Saal für Festivitäten jeglicher Art sowie den Konzertsaal besichtigen. Studiosus wird dieses Hotel sicher nicht buchen, es dürfte das Budget sprengen. Dennoch ist es schön, diesen Luxus einmal gesehen zu haben.

Mit dem Besuch des Al Bustan endet die heutige Besichtigungstour durch Maskat. Wir sind gegen 17.00 Uhr wieder zurück im Hotel. Abendessen - wieder ein Buffet - gibt es ab 18.30 Uhr. So bleibt genügend Zeit zum Erfrischen bzw. zum Sichern der Fotos auf Festplatte. Um 19.00 Uhr suchen wir uns einen schönen Platz auf der Hotelterrasse und lassen es uns bei einem Spezialitäten-Buffet gut gehen. Nach etwas "small talk" mitnach oben anderen Reiseteilnehmern verziehen wir uns gegen 20.30 Uhr auf unser Zimmer. Ein erlebnisreicher Tag liegt hinter uns, das herrliche Wetter und die warmen Temperaturen toppen den Tag! Besser könnte es einfach nicht sein!