Ahlan-wa-sahlan! Willkommen im Oman!


Vorwort

Oman ist anders. Anders jedenfalls als andere arabische Länder wie z.B. Dubai. Es gibt keine Superlativen wie gigantische, verspiegelte Wolkenkratzer, künstliche ins Meer gebaute Inseln oder hypermoderne Rennbahnen. Wir sind von diesem Land auf der arabischen Halbinsel, von seinen liebenswerten, weltoffenen Menschen, ihrer Herzlichkeit und Gastfreundschaft begeistert. Wir haben in den zwei Wochen unseres Aufenthaltes ein Land kennengelernt, in dem sich Tradition und Moderne auf wunderbare Weise vereinen, in dem noch immer ein Hauch von 1001 Nacht spürbar ist. Wesentlich zu unserem positiven Gesamteindruck hat auch der Reiseveranstalter Studiosus beigetragen, nicht nur durch eine gewohnt perfekte Organisation, sondern auch durch die exzellente, sympathische Reiseleiterin, Frau Overkamp-al-Hamwi, die uns ihr fundiertes Wissen über Land und Leute eindrucksvoll näher brachte.

Oman kann man sicherlich auch alleine bereisen. Oman gilt als sicheres Reiseland. Seit Jahren liegt das Land im "Failed States Index" im Bereich der sicheren Staaten der Welt, nur wenig hinter Deutschland. Der Staatsreichtum, der im Wesentlichen auf Öl und Gas basiert, fließt nicht in die Privatschatulle des Sultans, sondern wird zum Wohle der Bürger eingesetzt. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, die Hauptverkehrsrouten entsprechen westlichem Standard (ein Geländewagen ist für Fahrten ins Landesinnere und ins Hochgebirge unerlässlich!), es herrscht Rechtsverkehr (auch Frauen dürfen Autofahren!), die gesamte Beschilderung ist zweisprachig, arabisch und englisch und Englisch ist weitgehend Standard. Hygiene- und Gesundheitsstandard im Land sind sehr hoch, das Leitungswasser hat Trinkwasserqualität und rohes Obst und Gemüse können problemlos verzehrt werden.

Dennoch sind wir froh, eine organisierte Reise gebucht zu haben, nicht nur wegen der Bequemlichkeit, sondern vor allem wegen des großen Einblicks in das arabische Leben und die Kultur und das große Hintergrundwissen, das uns vermittelt wird, um das Land, seine Bewohner und ihre Lebensweise besser verstehen zu können. Aber nun der Reihe nach! Hier die Reiseroute, die mit freundlicher Genehmigung von Studiosus veröffentlicht werden darf:

 

Oman Reiseroute


Montag, 25.11.2013 : Flug nach Maskat

Unser Flug WY 0122 Munich - Muscat startet überpünktlich um 21.55 Uhr. In München herrschen zu diesem Zeitpunkt bereits Minusgrade, der Winter hält allmählich Einzug und wir sind entsprechend warm angezogen. In unseren Wintermonaten herrscht am Arabischen Golf sommerliches Wetter mit Tagestemperaturen um die 25° - 30° C.

Wir fliegen zum ersten Mal mit Oman Air! Uns fällt sofort auf, dass wir nicht wie üblich ziemlich eingeengt in der Economy Class sitzen, sondern wesentlich mehr Beinfreiheit haben. Außerdem ist die Maschine nur zur Hälfte ausgebucht, was bei einem Nachtflug angenehm ist, da man sich bei Bedarf auf freie Plätze "verteilen" kann. Das Gepäck ist mit erlaubten 30kg reichlich bemessen. Die Flugzeit nach Maskat beträgt 6 Stunden 10 Minuten, der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt +3 Std., das heißt, bei der Ankunft wird es 7.10 Uhr Ortszeit sein. Der Flug verläuft ruhig. Zur Begrüßung gibt es einen Erfrischungsdrink und ein paar Nüsse. Danach wird das Abendessen ausgeteilt, wahlweise "rustic chicken and mushroom ragout with herb steamed rice" oder "traditional beef koftas with omani herbs and spices and braised begetables". Wir entscheiden uns für "chicken", das wie erwartet nicht überwältigend ist. Nach dem Abendessen ist Nachtruhe angesagt, dienach oben Lichter erlöschen. Wer lesen will, hat ja noch eine Sitzplatzleuchte. Und bei Bedarf kann man sich auch noch Getränke bestellen. Mehr gibt es nicht zu berichten.


Dienstag, 26.11.2013: Einreise, Fahrt zum Hotel, unser Zimmer

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Ca. eine Stunde vor der Landung erhalten wir einen Becher Wasser und einen kleinen Snack -quasi unser Frühstück-, der aber überhaupt nicht schmeckt und den wir wieder zurückgehen lassen. Eine gute Tasse Kaffee wäre nicht schlecht gewesen, aber die gibt es nicht.

Die Maschine landet pünktlich um 7.10 Uhr auf dem "Muscat International Airport" in Seeb, 30 km außerhalb der Hauptstadt.

Für die Einreise in den Oman benötigt man einen sechs Monate über das Reisedatum hinaus gültigen Reisepass, der noch genügend freie Seiten enthalten soll. Das Visum wird bei der Einreise erteilt. Die Einreiseprozedur stellt in Maskat kein Problem dar, da der Flughafen sehr übersichtlich ist. Nach dem Verlassen des Gates gehen wir zunächst zum Bankschalter (den man nicht verfehlen kann), wo wir die mitgebrachten Euro in die Landeswährung Rial (OMR) tauschen können. (1 € entspricht ca. 0,48 OMR, Stand Nov. 2013). Gleichzeitig bezahlen wir die Visagebühr für den Aufenthalt im Oman bis 10 Tage in Höhe von 5 Omani Rial. Das Visum für 10 Tage ist für uns ausreichend, da im Oman die 10 Tage erst ab dem Folgetag der Einreise gerechnet werden. Es werden zwei Belege über die Visagebühr in den Pass gelegt. Damit begeben wir uns zum Immigration-Schalter für Touristen. Hier wird das Visum in den Pass gestempelt und einer der Zahlungsbelege entnommen. Für einen Aufenthalt bis zu 30 Tage sind übrigens 20 Omani Rial zu entrichten. Jetzt fehlt nur noch die Zollkontrolle, dann ist alles erledigt und wir können mit unserem Gepäck zur Eingangshalle gehen, wo wir schon von omanischen Studiosus-Vertretern erwartet werden.

Blick aus dem Hotelzimmer
Blick aus dem Hotelzimmer in Maskat
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In etwa zeitgleich mit unserer Maschine ist auch eine Maschine aus Frankfurt gelandet, mit der weitere Reiseteilnehmer und die Reiseleitung kommen. Jetzt geht alles ziemlich zügig. Die Reisegruppe ist vollständig, das Gepäck wird in einen bereitstehenden Bus verladen und ab geht es zum Hotel Al-Falaj in Maskat. Der Flughafen ist über eine vierspurige autobahnähnliche Straße mit dem Zentrum Maskats verbunden. Oft wird diese Straße durch einen Kreisverkehr unterbrochen. Diese Kreisverkehre haben in ihrer Mitte großartige Bauwerke und sind mit ausgefallenen Blumenarrangements geschmückt. Ein sehr schöner erster Eindruck im fremden Land!

Hotelzimmer
Hotelzimmer im Al-Falaj in Maskat
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Mittlerweile ist es 9.30 Uhr, als wir im Hotel ankommen, wo als erstes ein Begrüßungsdrink gereicht wird und die Reiseleitung sich kurz vorstellt. Unsere Zimmer können wir umgehend beziehen, wie wohltuend!! Die erste Besichtigungstour soll um 14.00 Uhr starten. Da bleibt also genügend Zeit, Zimmer und Bad zu inspizieren, die Koffer auszupacken, sich zu erfrischen und danach die nähere Umgebung zu erkunden. In Hotelnähe gibt es einen kleinen Supermarkt, der auch Gebäck und Kuchen verkauft, so dass wir bis zum Abendessen nicht verhungern. So schlimm ist es allerdings nicht! Tee und weitere Getränke sind im Zimmer bzw. in der Minibar vorhanden.nach oben Es ist warm in Maskat, ca. 26°, blauer Himmel, was will man mehr! Sommerkleidung ist angesagt. Wir freuen uns auf den Beginn unserer Reise!!