Der Fischflusscanyon - Auf nach Aus

Mi, 11.11.2015

In der Canyon Village Lodge bleiben wir nur für eine Nacht. Heute Morgen geht es nach dem Frühstück gleich weiter zum ersten Highlight des Tages: zum Fischflusscanyon (Fish River Canyon). Nur 45 Minuten Busfahrt bringen uns zu einem Aussichtspunkt am Fish River Canyon. Von hier spazieren wir ca. 1 1/2 Stunden am Rim entlang.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Fischflusscanyon
Fischflusscanyon
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Der Fish River ist mit einer Länge von über 650 km der längste Fluss Namibias. Auf einer Länge von 160 km - von Seeheim im Norden bis Ai-Ais im Süden - hat er eine eindrucksvolle Schlucht in das Gestein gegraben. An einigen Stellen ist der Canyon bis 27 km breit und bis zu 550 m tief. Rekordtemperaturen von 50 ºC wurden hier schon gemessen. Nach dem Grand Canyon in den USA soll er der zweitgrößte Canyon der Welt sein, der größte Afrikas allemal. Der Fish River entspringt im östlichen Naukluftgebirge, führt aber ausschließlich in sehr regenstarken Zeiten unterhalb seiner Stauung am Hardap-Damm Wasser. Während unseres Besuches sehen wir nur noch einzelne Tümpel, die mit Wasser gefüllt sind.  Einige Kilometer nach Ai-Ais mündet der Fish River in den Oranje, den Grenzfluss zu Südafrika. 

Fischflusscanyon
Fischflusscanyon
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Wanderungen in den Canyon sind möglich, allerdings muss vorher ein Permit beim Ranger eingeholt werden, welches wiederum bei der Naturschutzbehörde in Windhoek beantragt werden muss. Nur Gruppen von drei bis vierzig Leuten erhalten überhaupt eine Erlaubnis.  Jeder der Teilnehmer muss vor Beginn der Wanderung ein ärztliches Attest vorlegen, in dem bestätigt wird, dass die Person fit genug für die 4- bis 5-tägige Tour ist. 

Desert Horse Inn
Unterkunft in Aus: Desert Horse Inn
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Nach unserem Spaziergang entlang des Fischflusscanyon geht es auf staubiger Schotterstraße weiter bis Seeheim und von dort auf der B4 westwärts nach Aus. Aus, ein kleines Dörfchen mit etwa 30 Einwohnern, liegt auf einem Hochplateau am östlichen Rand der Namibwüste und war einst die Anlaufstelle für Abenteurer, die dem Lockruf der Diamanten folgten und von sagenhaftem Reichtum träumten. Im Bahnhof Hotel Aus genehmigen wir uns ein kleines Mittagessen, danach geht es weiter zur heutigen Unterkunft: die Gästefarm Klein-Aus Vista auf 1400 m Höhe in den Aus-Bergen. Direkt am Haupteingang der Farm liegt das Desert Horse Inn, das eigentliche Farmhaus, in dem vier Zimmer vermietet werden. Hinzu kommen weitere Zimmer in 25 stilvollen Doppelhäuschen mit Terrasse, die im Design dem historischen Farmhaus angepasst sind. Wir erhalten für die nächsten zwei Tage Haus 23, ein sehr geräumiges Zimmer mit 3 Betten, einer Sitzecke und separatem Bad mit WC und Dusche. Leider fehlt eine Klima Anlage.

Die Namib, die trockenste Wüste des Landes, an deren östlichem Rand wir nun sind, zieht sich als schmaler Streifen an der Atlantikküste entlang und gliedert sich in drei Hauptregionen: sie enthält den Namib-Naukluft-Nationalpark - den größten und eindrucksvollsten Teil zwischen Lüderitz und Swakopmund - den Nationalpark Skelettküste und den Sperrgebiet-Nationalpark. Löwen, Nashörner und Elefanten sind im Namib Naukluft Park seit über 100 Jahren ausgestorben. Was wir gelegentlich beobachten können, sind Zebras, Springböcke, Oryxantilopen und Strauße. Leoparden, die noch vorkommen sollen, haben wir nicht gesehen.

Unser Abend klingt beim gemeinsamen Abendessen im Hotelrestaurant aus.