Midgard - Abschied von Namibia

Di, 24.11.2015

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Midgard
Midgard
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Der heutige Vormittag und frühe Nachmittag gehört uns allein, d. h. es sind keine gemeinsamen Besichtigungen mehr geplant. Wir können in vollen Zügen das exklusive Ambiente des Midgard Country Estate Landsitzes genießen.

Garten in Midgard
Garten in Midgard
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Im uns zugewiesenen  Zimmer steht ein großes Doppelbett, eine Sitzecke mit Tisch, ein kleiner Schreibtisch, Sat-TV und eine Tee- und Kaffeemaschine. Das Bad ist relativ groß und hat Badewanne und Dusche. Das Zimmer öffnet sich zum riesigen, gepflegten Garten mit 2 Swimmingpools.  Jüngere Gäste können sich auf einem Spielplatz vergnügen. Für individuelle Aktivitäten stehen ein Fitnessraum, eine Sauna und eine Kegelbahn zur Verfügung; ebenfalls gehören Schach im Freien, Volleyball und Tennis zum Angebot. Wie man schnell sieht, fehlt es an nichts. Was doch fehlt, sind die Gäste. Denn wir sind die einzigen!  In allen anderen Lodges auf dieser Reise haben wir immer zahlreiche Reisegruppen oder Einzelreisende angetroffen. Hier nicht. Ob es hier zu teuer ist oder Midgard zu abgelegen liegt, wissen wir nicht. Und das Essen  - na ja, berauschend war es nicht. Wenig Auswahl und das Fleisch zu zäh. Beim Kassieren der Beträge für Getränke muss die Bedienung noch erheblich dazu lernen, denn sie war auf die Ehrlichkeit ihrer Gäste angewiesen.

V8 Ford Thunderbird 1972
V8 Ford Thunderbird 1972
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Das Grundstück, auf dem sich das Midgard befindet,  wurde früher als landwirtschaftliche Fläche genutzt und 1937 von Carl Werner List gekauft. Es hat eine Gesamtfläche von 12.000  Hektar. List wurde 1921 in Windhoek als Sohn eines Bankkaufmanns geboren. Lange Zeit verwaltete er die Farm seines Vaters, verließ diese aber in den 60er Jahren, um im väterlichen Konzern Ohlthaver & List einzusteigen. List muss wohl ein  Oldtimer Liebhaber gewesen sein, denn es befindet sich auch ein kleines Automuseum auf dem Gelände, unter anderem ein Ford Galaxy 500, der  1970 als Hochzeitswagen diente.  List verstarb  2002.

Giraffen Midgard
Giraffen in Midgard
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Wir nutzen die freie Zeit, um einen ausgedehnten Spaziergang durch die Anlage zu machen. Ständige Begleiter - wenn auch in einiger Entfernung - sind Paviane. Zu weiteren auf Midgard vorkommenden Wildarten gehören Giraffen, Weißschwanz- und Streifengnus, Oryx Antilopen, Kudus, Kuh- und Eland-Antilopen und Warzenschweine. Zum Teil sehen wir diese Tiere bei der Sonnenuntergangs-Rundfahrt auf eine Bergkuppe am späten Nachmittag. Auf dieser Bergkuppe soll dann auch der Reiseabschluss gefeiert werden. Sorry - aber der fällt wirklich sehr dürftig aus. Wir sind schon gegen 18.00 Uhr auf dieser Bergkuppe. Sonnenuntergang ist erst um 19.20 Uhr. Seitens Studiosus werden die Getränke spendiert, die man vorher "bestellt" hat: ein Glas Rotwein (Dieter) und ein Gin Tonic (Anita), wobei eine halbe Flasche Gin für 15 Bestellungen reichen muss! Da hat sich Studiosus auf unseren bisherigen Reisen aber wesentlich spendabler gezeigt! Der Reiseleiter trinkt ein Bierchen und unterhält einige Teilnehmer. Die anderen warten auf den Sonnenuntergang, der wirklich nicht spektakulär ausfällt und dann geht's mit zwei Jeeps wieder zurück zum Abendessen, das im Bomaein runder Platz, der von hohen Baumstämmen oder Zaun umgeben ist. Meistens gibt es in der Mitte ein offenes Lagerfeuer. Ein Boma ist nicht überdacht, sondern nach oben offen, so dass man den Himmel und die Sterne sehen kann. Lodges servieren das Abendessen in Form eines Buffets im Boma. serviert wird. Hier hören wir noch ein paar allgemeine Floskeln und vor allem die Zeiten, die für die morgige Abreise eingeplant sind, denn nicht alle Teilnehmer werden zur gleichen Zeit abgeholt und zum Flugplatz nach Windhoek gefahren. Wir wollen nicht meckern, aber da haben wir schon wesentlich schönere Abschiedsabende erlebt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Gruppe in sich nicht harmonisch war. Es hatten sich mehrere "Grüppchen" gebildet. Trotz der an sich umfassenden und erlebnisreichen Reise ein negativer Beigeschmack. Der Reiseleiter war auch nicht gerade eine Koryphäe auf seinem Gebiet, ein guter Automechaniker allemal.

 

Mi, 25.11.2015

Die Koffer sind gepackt. Unser Zimmer räumen wir gegen 10.00 Uhr. Abholtermin für die Fahrt zum Flugplatz ist 11.30 Uhr. Zusammen mit einem Ehepaar aus Wien sind wir die einzigen Teilnehmer, die über Johannesburg nach München fliegen. Der Taxifahrer ist pünktlich und bringt uns in einem Affenzahn zum Flughafen nach Windhoek. Hier treffen wir bereits um 13.15 Uhr ein. Abflug nach Johannesburg ist für 17.15 Uhr terminiert und das Terminal öffnet erst um 14.30 Uhr. Na ja, jetzt haben wir Zeit genug. Lieber zu früh, als zu spät! So genehmigen wir uns einen kleinen Snack und gedulden uns, bis wir unser Gepäck abgeben können. Dann erneutes Warten bis zum Abflug nach Johannesburg. Dort landen wir pünktlich um 19.05 Uhr und müssen als Transitreisende wieder durch die Passkontrolle und den Sicherheitscheck über uns ergehen lassen. Dieses Mal geht es schneller als bei der Hinreise. Erfreulicherweise ist der Abflug nach München pünktlich und ein Abendessen wird auch schnell serviert. Dann ist Ruhe angesagt.

 

Do, 26.11.2015

Der 11-stündige Nachtflug verläuft ohne Probleme. Wir sind froh, gesund und wohlbehalten in München gelandet zu sein. Der Schreck lässt nicht lange auf sich warten: Anitas Koffer ist nicht mitgekommen. Auch das noch. Die freundliche Dame am Service-Schalter tröstet uns: South African Airways sei in der Regel zuverlässig und das Gepäck werde sich mit Sicherheit finden. In der Hoffnung, dass die Dame Recht behält, nehmen wir uns ein Taxi, das uns nach Hause bringt.

Der Koffer kommt mit 2 Tagen Verspätung an! Er war in Johannesburg liegen geblieben. Ende gut - alles gut!