Im Etosha Nationalpark

Sa, 21.11.2015

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Jeep im Etosha Park
Mit diesem offenen Jeep fahren wir durch den Etosha Nationalpark
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Der Besuch des Etosha Nationalparks soll der Höhepunkt unserer Namibiareise werden. Nur allzu gern erinnern wir uns an den Aufenthalt im Krüger Nationalpark und im privaten Wildpark Sabi Sand, wo wir die Tiere hautnah erleben durften. Für den heutigen Tag soll es per Bus durch den Park gehen. Es gibt aber auch die Alternative (gegen Bezahlung), im offenen Jeep eine Wildbeobachtungsfahrt zu unternehmen. Ich habe den Reiseführer schon einige Tage vorher auf diese Möglichkeit angesprochen. Seine Begeisterung hielt sich deutlich in Grenzen und er machte mir zunächst die Busfahrt schmackhaft. Seine Argumentation: Im offenen Jeep kommt uns der ganze Staub entgegen und man kann schlecht fotografieren. (Das stellte sich als falsch heraus!!). Ich blieb aber hartnäckig und mittlerweile hatten sich auch schon etliche weitere Reiseteilnehmer für diese Variante entschieden, so dass er eine Jeep Fahrt organisieren musste.

Neugierige Giraffe im Etosha Park
Neugierige Giraffe im Etosha Nationalpark
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Wir starten heute Morgen um 6.00 Uhr im offenen Geländewagen, 18 Personen haben sich angemeldet, 24 Personen hätten im Jeep Platz. Es fährt der Reiseleiter. Die übrigen Teilnehmer fahren mit dem Bus. Um diese Zeit ist es noch sehr frisch bzw. kalt. Im Jeep liegen auf den Plätzen Wolldecken, mit denen wir uns zudecken können. Um 7.00 Uhr sind wir am Eingangstor zum Etosha Park. Unser Ziel ist, möglichst viele Wasserstellen anzufahren, da sich dort die besten Gelegenheiten bieten, das Wild zu beobachten und zu fotografieren.

Springböcke im Etosha Park
Springböcke im Etoshapark
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Der 22912 Quadratkilometer große Etosha Nationalpark beherbergt mehr als 110 verschiedene Säugetier- und über 230 Vogelarten. Er besteht mittlerweile seit über 100 Jahren und ist damit eines der ältesten Naturschutzgebiete Afrikas.

Kudu im Etosha Park
Kudu im Etoshapark
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Etosha bedeutet "der große weiße Platz" und bezieht sich auf eine absolut vegetationslose Salz- und Tonpfanne, die etwa ein Fünftel des Parks ausmacht, das sind ca. 4700 Quadratkilometer. Sie ist 110 km lang und bis zu 60 km breit. Vor Millionen Jahren hatte sich hier Wasser angesammelt. Es entstand ein See, der durch Flüsse gespeist wurde. Die Flüsse änderten im Laufe der Zeit ihren Lauf und die Pfanne trocknete aus. An der Oberfläche bildete sich eine Kalkkruste. An die Salzwüste grenzt Grasland, das in Savanne übergeht. Den etwas feuchteren Teil im Osten bedeckt eine Baumsavanne mit Mopane Bäumen, bevorzugte Nahrung der Elefanten. Riesige Herden Großwild sammeln sich in der Trockenzeit (Mai bis Oktober/November) an den Wasserlöchern: Springböcke, Kudus, Antilopen, Impalas, Streifengnus, Steppenzebras, Strauße und Giraffen. Dazu kommen Elefanten, Spitzmaulnashörner und Löwen. Es gibt etwa 100 natürliche und künstlich angelegte Wasserstellen mit Beobachtungsposten, aber keine Flüsse. Damit kommen auch keine Nilpferde, Krokodile oder Büffel im Park vor.

Löwe frisst Giraffe
Löwe vor Giraffen Kadaver
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Löwe frisst Giraffe
Löwe frisst Giraffe
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Kaum sind wir im Park, läuft uns auch schon die erste Giraffe vor die Kamera. Es folgen jede Menge Springböcke und Impalas, aber auch ein Elefant macht sich an den Mopane Bäumen zu schaffen. Das erste große Highlight ist ein Löwe, der seinen Hunger an einer getöteten Giraffe gestillt hat. Zunächst liegt er faul neben dem Kadaver, dann hebt er den Kopf, offensichtlich verwundert über die zahlreichen Jeeps, die direkt neben der Straße stehen bleiben, döst dann aber weiter. Die ersten Schakale umkreisen in gebührendem Abstand die Beute, in der Hoffnung, nicht leer auszugehen. Doch sie werden der Löwin den Vortritt lassen müssen, denn die wartet schon mit ihren drei Jungen im Gebüsch und beobachtet das Szenario.

Steppenzebras
Steppenzebras
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Ein kurzes Stück weiter sichten wir einen zweiten Löwen und eine Löwin. Eine Gruppe Kudus eilt zum ersten Wasserloch, das wir anfahren, und trifft dort auf Steppenzebras, die ebenfalls durstig sind.

Elefanten am Wasserloch
Elefanten am Wasserloch
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Zwei Elefanten stampfen durch das Gestrüpp Richtung Wasserstelle. Wir sind eher da und warten geduldig an einem Beobachtungspunkt, bis die Kolosse erscheinen. Mit ihrem langen Rüssel saugen sie das Wasser auf und spritzen es sich dann in das Maul. Angeblich soll so eine Rüsselfüllung um die 10 l sein.

Die Zeit im Park ist kurzweilig und vergeht schnell. Unsere Fahrt endet gegen 14.00 Uhr. Für den Nachmittag ist eine zweite Fahrt vorgesehen, dieses Mal mit dem Bus. Die Fahrt beginnt um 16.00 Uhr und endet gegen 18.30 Uhr. Wir sehen nicht mehr so viele Tiere wie heute Morgen, dafür findet der Fahrer aber die Stelle, an der immer wieder Spitzmaulnashörner gesichtet werden. Und tatsächlich haben wir Glück. Ein Nashorn ist auf der Suche nach Wasser. Der Fahrer ist sichtlich erleichtert, dass er uns das Nashorn präsentieren kann.

Pünktlich zum Abendessen treffen wir wieder in der Lodge ein und lassen dort diesen wunderbaren Tag ausklingen!