Rundweg auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço

Di, 13. 09. 2011

Die für uns schönste Wanderung ist der Rundweg auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço am östlichsten Ende Madeiras. Das Ost-Kap unterscheidet sich völlig vom Rest der Insel: Weder Terrassen noch grüne Regenwälder noch Weinberge oder Bananenplantagen, sondern steppenähnliche Grasfelder, die im Sommer völlig vertrocknet sind, prägen die Landschaft. Levadas sind hier nicht zu finden, die Wanderung auf mitunter felsigen Pfaden gleicht eher einer Gebirgswanderung.

Für die Anfahrt brauchen wir 1,25h. Es geht über Machico bis zum Ende der Autobahn am Freihandelshafen, Zona Franca, von Canical. Dort nehmen wir am Kreisverkehr die dritte Ausfahrt nach Ponta de São Lourenço. Nach ca. 5 km endet die Straße am Parkplatz über der Baia d`Abra. Und hier beginnt die ausgeschilderte Wanderung.

Der Weg ist zunächst breit und führt in ein Tal hinein. Wir überqueren ein ausgetrocknetes Bachbett und steigen auf der anderen Seite über einen  mit Holztreppen versehenen Weg wieder auf. Von hier haben wir bereits einen sehr schönen Ausblick auf die Halbinsel und den Pico do Furado. Vor allem das Felsentor ist bereits gut zu sehen. Es gab dem Berg seinen Namen "Der Durchlöcherte". Nach einem leichten Aufstieg und einem Abstecher nach links stehen wir bald an der Steilküste und haben einen fantastischen Blick auf die Nordküste Madeiras. Bizarre Felsgebilde ragen aus dem Meer empor, hier werden gerne die Postkartenbilder von der Insel geschossen! Nach einem weiteren An- und Abstieg erreichen wir einen zweiten Aussichtspunkt mit sehenswerten Gesteinsformationen und senkrecht abfallenden Felswänden. In weitem Bogen führt der Weg um die Abrabucht herum. Etwa in Höhe einer Fischzuchtanlage ist eine nur wenige Meter breite Landbrücke zu überqueren, die engste Stelle der Halbinsel! Hier fällt der Fels fast 100m senkrecht ab. Diese Stelle ist mit einem Zaun gesichert. Kurz darauf erreichen wir das Plateau der Casa da Sardinha. Heute ist hier ein Stützpunkt der Nationalparkverwaltung. Oberhalb des Hauses beginnt der Aufstieg zum Pico do Furado, dem Ziel der Wanderung. Der Aufstieg ist gut gekennzeichnet, zwar ein wenig schweißtreibend, dafür lohnt sich dann in jedem Fall der Ausblick von oben! Nach einer kleinen Rast und einigen Foto- und Filmaufnahmen steigen wir wieder bis zur Casa do Sardinha herab. Von dort geht es auf bereits bekanntem Weg zurück zum Parkplatz. In den Sommermonaten steht hier in den Nachmittagsstunden ein Getränkewagen, an dem man Getränke und Eis kaufen kann.

Pfeil

Insgesamt hat uns diese Tour am besten gefallen. Wir hatten strahlend blauen Himmel, es war sehr heiß, die Tour war durch ständiges Auf und Ab recht anstrengend, aber in jedem Fall lohnenswert!

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