Koloniales Trinidad

So, 06. 03. 2016

Unser heutiges Programm:

Zucker- und Sklavenhandel machten Trinidad (UNESCO-Kulturerbe) reich. Beim Stadtrundgang bestaunen wir die Prachtpaläste im spanisch-maurischen Stilmix. Altstadtgassen, Pfarrkirche und Stadtmuseum sind weitere Programmpunkte. Kuba ist Musik, und Musik ist Rhythmus. Kubanische Musiker zeigen uns, welche Instrumente den unverwechselbaren Klang des Boleros, Sons oder Cha-Cha-Chas erzeugen. Wen diese Rhythmen nicht kaltlassen, der kann hier auch ein Tänzchen wagen.

Hotel Las Cuevas Trinidad ***

Heute Morgen sind wir schon früh auf den Beinen, denn wir wollen vor dem Frühstück die Gartenanlage des Hotels und den wunderbaren Blick auf das malerisch gelegene Trinidad fotografieren und genießen.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Ruine der Iglesia Santa Ana
Ruine der Iglesia Santa Ana Trinidad
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Zu Fuß geht es nach dem Frühstück von unserem Berg hinab in die Altstadt. Ein großer Teil des kolonialen Viertels ist für Autos gesperrt - der Spaziergang ist bisweilen aber auch etwas mühselig, da das Kopfsteinpflaster fast alle Straßen beherrscht. Zunächst kommen wir an der Ruine der Iglesia Santa Ana vorbei. Die der Heiligen Anna geweihte Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1812 wurde sie mit ihrem Glockenturm ausgestattet. Allerdings sind heutzutage nur noch die Fassade der Kirche und die Glocken im halbverfallenen Turm zu sehen. Von der gleichnamigen Plaza de la Santa Ana geht es durch die enge, grob gepflasterte Straße José Mendoza Richtung Zentrum.

Auf dem Weg in die Altstadt von Trinidad
Auf dem Weg in die Altstadt von Trinidad
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Beim Schlendern entlang der einstöckigen, bunt angestrichenen Häuser mit Fenstergittern und Veranden fühlt man sich in die frühe Kolonialzeit zurückversetzt. Ein Pferdewagen rumpelt an uns vorbei, ein flotter Reiter bahnt sich seinen Weg und ein paar Oldtimer ohne Räder warten aufgebockt am Straßenrand auf ihre Reparatur. Recht idyllisch alles. Wir werden auf die Rejas aufmerksam gemacht, jene typischen hohen, kunstvoll gedrechselten Holzgitter, die teilweise auch schon durch ebenso kunstvolle Metallgitter ersetzt sind. Sie bieten früher wie heute nicht nur Sicherheit, sondern auch Durchlüftung zum Patio, dem Innenhof. Die Luken, die teilweise in die schweren Holztüren eingearbeitet sind, sind leichter zu öffnen als die ganze Tür und bieten den Bewohnern Gelegenheit zu einem Schwätzchen.

Casa de la Trova
Casa de la Trova
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Das berühmteste Musiklokal Trinidads ist die Casa de la Trova. Tagsüber ist im Erdgeschoss Live-Musik ohne Eintrittsgebühr, abends ab 22 Uhr Live-Musik im 1. Stock mit schönem Balkon, der für frische Luft bei Musikern und Tänzern sorgt. Einige unserer Reiseteilnehmer waren schon gestern Abend hier und haben, wie zu hören war, eifrig das Tanzbein geschwungen. Die meist älteren Trovadores spielen die kubanischen Son, Timba, Cumbia und Bolero. Gelegenheit zum Tanzen gibt´s reichlich, auch tagsüber. Auf dem Rückweg genehmigen wir uns hier einen Mojito und genießen die kubanischen Rhythmen.

Kathedrale in Trinidad
Kathedrale Iglesia Santíssima
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Mittelpunkt der Stadt ist die Plaza Mayor (oder auch Parque José Marti oder Parque Trinidad genannt), um den sich die Kathedrale Iglesia Santíssima Trinidad (Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit) und in Museen verwandelte Bürgerhäuser gruppieren. Die Kirche war während unseres Besuches leider geschlossen. Viele der ehemaligen Bürgerhäuser sind mittlerweile renoviert. Sie entstanden in der Blütezeit Trinidads in der Mitte des 18. Jahrhunderts und zeugen noch heute vom Reichtum der "Zuckerbarone", die versuchten, den Luxus und den Baustil Havannas zu imitieren und zu übertreffen. Leider ging schon zu Beginn des 19.Jahrhunderts die überregionale Bedeutung Trinidads durch den Bau eines Hafens in der besser geeigneten Bucht von Cienfuegos verloren. Erst mit dem aufkommenden Tourismus gewinnt die Stadt wieder an Bedeutung.

Casa de la Musica
Casa de la Musica in Trinidad
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Kuba ist Musik und Musik ist Rhythmus. In der Casa de la Musica zeigen uns kubanische Musiker, welche Instrumente den unverwechselbaren Klang des Boleros, Sons oder Cha-Cha-Chas erzeugen. Eine wundervolle, lehrreiche und interessante Unterrichtsstunde!!

Zum Mittagessen kehren wir  in das Restaurant Doña Clara ein, wo Studiosus vor dem Essen einen  Canchanchara spendiert. PfeilDen Namen haben wir vorher auch noch nie gehört. Maribel weiß das "Rezept" zu erklären: Rum mit Limettensaft und Honig sowie ein paar Eiswürfeln gut shaken und dann in ein Glas mit Crushed Ice geben und mit einer Limettenscheibe dekorieren. Es hat geschmeckt!!

Palacio Cantero
Palacio Cantero in Trinidad
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Den Abschluss des gemeinsamen Rundgangs bildet ein Besuch des angeblich schönsten Gebäudes Trinidads, des Palacio Cantero. Der klassizistische Palast entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Erbaut wurde er vom Zuckerbaron Don Borell y Padrón. In der Eingangshalle mit dem Fußboden aus italienischem Marmor sind herrliche Fresken und Säulenbögen zu sehen. In den Räumen rund um den großen Patio ist die Geschichte Trinidads seit 1514 dargestellt. Der Palacio Cantero beherbergt heute das Historische Museum von Trinidad, zu dem zahlreiche Ausstellungsstücke gehören, die aus dem Besitz der Familie Cantero stammen.

Kunsthandwerker-Markt
Kunsthandwerker-Markt in Trinidad
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Den restlichen Nachmittag verbringen wir ohne Gruppe in dem schmucken Städtchen. Zuerst besuchen wir wie oben schon erwähnt noch einmal die Casa de la Trova und anschließend den Kunsthandwerker-Markt. Wir sind auf der Suche nach passenden Souvenirs für die Familie zu Hause, besonders für unser Enkelkind. Zurück zu unserer Hotelanlage lassen wir uns auf der Dachterrasse einen Drink aus der Bar schmecken, relaxen und genießen den Blick auf Trinidad. Abends schließen wir uns nicht mehr der Gruppe an, die nochmals zurück in die Altstadt zum Essen pilgert, sondern wir suchen zusammen mit drei weiteren Reiseteilnehmern das hoteleigene Restaurant auf und lassen hier bei gutem Essen und schöner Unterhaltung den Tag ausklingen.