Noch einmal Havanna

Mo, 14.03. 2016 und Di, 15.03.2016

Unser Programm:

Der Cementerio Colón, größter Friedhof Amerikas, ist keiner wie jeder andere. Musiker und Schriftsteller ruhen in Frieden neben Geldadel und Revolutionären. Kuba ohne Hemingway? Das geht nicht! Wir besuchen die Finca Vigía, das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers. Abends treten Sie den Rückflug mit Air Europa nach Madrid, mit KLM nach Amsterdam, mit Air France nach Paris oder mit Condor direkt nach Frankfurt an (alle Flüge Nachtflüge).

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Cementerio Colón in Havanna
Cementerio Colón in Havanna
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An unserem letzten Tag dieser Reise steht zunächst der Besuch des Cementerio Cristóbal Colón, des "Christoph-Kolumbus-Friedhofs" an. Mit einer Fläche von 56 ha und etwa einer Million Bestattungen ist er der größte Friedhof Amerikas. Insgesamt finden sich über 53.000 Familien-Grabstätten, Mausoleen, Galerien und Grabkapellen in der „Stadt der Toten“, unter den Toten dreimal mehr Arme als Reiche. Trotzdem belegen die Grabstätten der Wohlhabenden 98 Prozent der Gesamtfläche. Das Straßennetz des Friedhofs umfasst etwa zwanzig Kilometer – Straßen sind mit Buchstaben und Zahlen beschriftet und Karten sind zum Auffinden von Gräbern unabdingbar.

Das Haupttor, das Portada Principal. aus weißem Carrara-Marmor schmücken drei Frauenfiguren, die Hoffnung, Glaube und Barmherzigkeit symbolisieren sollen, ein Spruchband mit der Inschrift "Janua sum pacis" - "Ich bin das Tor zum Frieden" führt hinein in eine Totenstadt mit üppig ausgestatteten Grabbauten. Der Friedhof ist streng symmetrisch gestaltet, der zentrale Platz in der Mitte ist gleichzeitig Standort der einzigen Kapelle auf dem Friedhof. Die prachtvollen Gräber liegen entlang der Hauptalleen.

La Milagrosa
Grab La Milagrosa Cementerio Colón in Havanna
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Auffallend viele Besucher stehen im linken Feld vor der Kapelle am Grab der Amelia Goyre de la Hoz, die auch "La Milagrosa", "die Wundertätige", genannt wird. Sie war im Alter von 21 Jahren bei der Geburt ihres ersten Kindes gestorben und mit dem Baby zu ihren Füßen bestattet worden. Bei einer späteren Sargöffnung - es ist üblich, die Gebeine nach zwei Jahren in einer Urne aufzubewahren - befand sich der Säugling wie durch ein Wunder im Arm der Mutter und es hatte keine Verwesung stattgefunden. So glaubte man an die Wundertätigkeit Amelias und fortan ist ihr Grab bis auf den heutigen Tag zur Pilgerstätte geworden voller Blumen und kleiner Täfelchen, auf denen für Wundertaten gedankt wird.

Innenministerium mit dem Konterfei Che Guevaras
Innenministerium mit dem Konterfei Che Guevaras
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Als nächstes besuchen wir die gigantische Plaza de la Revolución, das politische Zentrum Havannas. Bei Massenveranstaltungen finden hier 1,5 Millionen Menschen Platz. Der Platz ist ausgerichtet auf das Monumento José Marti. Bei Staatsbesuchen werden hier die Kränze abgelegt. Hinter dem Denkmal erhebt sich auf einem sternförmigen Grundriss ein 110 m hoher Obelisk, im Volksmund "Reibeisen" genannt. An nationalen Feiertagen wird vor dem Monument die Bühne aufgebaut, von der Castro zu seinem Volk spricht. Rund um den Platz gruppierenPfeil sich Regierungsgebäude, so der Sitz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas im Palacio de la Revolución. Das markanteste Gebäude ist das Innenministerium mit dem Konterfei Che Guevaras und der Inschrift "Hasta la victoria siempre" - "Bis zum endgültigen Sieg".

Der endgültig letzte Besuchspunkt an diesem Tag ist die Finca Vigía, das ehemalige Wohnhaus Hemingways.

Finca Vigia von Hemingway
Finca Vigia des Schriftstellers Ernest Hemingway
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Hemingway lebte in den Jahren 1939 - 1961 auf Kuba. 1947 kaufte er die Villa "La Finca Vigia". Das Anwesen liegt an den Playas del Este in dem Fischerdorf San Francisco de Paula, 25 km von Havanna entfernt. Die Villa liegt auf einem Hügel mit wunderbarem Blick auf die Stadt Havanna und die umgebende Hügellandschaft. Zur Zeit unseres Besuches wurden gerade das Haupthaus und der daneben stehende Turm renoviert, so dass wir lediglich von außen einen Blick ins Innere werfen konnten. Im obersten Geschoss des Turms sind die beiden Romane "Insel im Strom" und "Der alte Mann und das Meer" entstanden. Gut 20 Jahre hat  Ernest Hemingway mit seinen beiden letzten Ehefrauen in seinem Haus gelebt und gearbeitet.

Ernest Hemingway war ein leidenschaftlicher Hochseefischer. Seine Yacht  liegt hinter der Villa „La Finca Vigía“ und ist ein Teil des Museums „Museo Casa E. Hemingway“. Für Hemingway war Kuba zur Heimat geworden. Sogar Fidel Castro gehörte zu seinen Freunden und Bewunderern. In seinem Nachlass verfügte er, dass sein Erbe dem kubanischen Staat zufällt.

Taxifahrt Havanna
Dieter im Oldtimer
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Gegen Mittag sind wir wieder zurück im Hotel und damit endet auch das gemeinsame Besichtigungsprogramm. Die Teilnehmer, die mit KLM über Amsterdam nach Hause reisen, werden bereits um 14.15 Uhr vom Hotel abgeholt und zum Flugplatz gebracht. Wir werden um 19.15 Uhr per Bus zum Flughafen gefahren. Somit haben wir noch den ganzen Nachmittag zur freien Verfügung. Zunächst gönnen wir uns eine kleine Stärkung im Hotel-Restaurant. Danach unternehmen wir eine zweistündige Taxifahrt für 60 CUC in einem Oldtimer durch Havanna. Unser Taxi ist ein alter Chevrolet Baujahr 1953. Leider spricht der Taxifahrer kein Englisch, aber irgendwie klappt dann doch die Verständigung. Wir lassen uns kreuz und quer durch die Stadt fahren, nochmals vorbei an der Plaza de la Revolución, wo Dieter sich auch einmal an das Steuer setzen darf, durch feine Wohngebiete und das Botschaftsviertel Miramar bis zum Metropolitan Park, besser bekannt als Almendares Park mit seinen riesigen Bäumen rechts und links des Rio Almendares. Über den Malecón, Havannas breite Uferpromenade und vorbei am Hotel Nacional, wo schon Marlene Dietrich übernachtete, geht es zurück zum Parque Central.

Ein letzter Drink - Cuba libre bzw. Pina colada - an der Hotelbar rundet unsere Reise ab. Wir werden pünkltlich um 19.15 Uhr abgeholt, sind gegen 19.45 bereits am Flughafen, starten aber erst um 0.50 Uhr! Zunächst hat die ankommende Maschine, die dann wieder zurück fliegt, Verspätung. Dann scheitert ein pünktliches Abfliegen an der Infra-Struktur des Flughafens: Es gibt nur einen sogenannten "highloader", der das Gepäck ins Flugzeug hievt. Der ist gerade auf einem anderen Terminal, so dass wir geduldig warten müssen. Letztendlich geht es dann doch problemlos Pfeilüber den Atlantik nach Frankfurt, wo wir gegen 15.15 Uhr am 15. 03. mit eineinhalbstündiger Verspätung ankommen. Die Koffer sind auch mitgekommen!! Wie schön! Wir erreichen noch den ICE um 16.36 Uhr nach München und sind incl. Taxifahrt gegen 21.30 Uhr zu Hause. Ende gut, alles gut!