Auf dem Bosporus - Rüstem-Pascha-Moschee

Güle Güle Istanbul!


Fr, 18. Oktober 2013

Der letzte Besuchstag in Istanbul bricht an - leider wieder mit Regen! Das ist schade, besonders im Hinblick auf die Bootsfahrt auf dem Bosporus. Aber Sonnenschein kann man nicht mitbuchen.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Teppichzentrum Nakkas
Teppichzentrum Nakkas
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Treffpunkt ist wie in den vergangenen Tagen um 9.00 Uhr vor dem Hotel. Zunächst geht die Fahrt zu dem Teppichzentrum "Nakkas, oriental rugs and textiles". Das Geschäft wirbt mit dem Slogan "Eleganz der Vergangenheit, gewebt für die Zukunft". In einer einstündigen Führung werden wir in die Kunst des Teppichwebens eingeführt, wir erfahren, dass die besten Teppiche die mit der höchsten Knotenzahl pro Quadratzentimeter sind und wie man mittels einer kleinen Lupe diese Knoten bei Bedarf auch im Geschäft nachzählen kann. Die wertvollsten Teppiche sind Seidenteppiche, die Seide kommt aus der Stadt der Seide, Bursa. Die Teppiche werden in Heimarbeit geknüpft, vorwiegend in ländlichen Gebieten Anatoliens, in denen kaum Infrastruktur und andere Arbeitsplätze vorhanden sind. Eine Knüpferin bekommt einen festen Monatslohn um die 300 €, dazu eine Alters- und Krankenversicherung, was besonders geschätzt wird. Je nach Aufwand und Größe können die Arbeiten an einem Teppich bis zu 3 Jahre dauern. Fällt das Endprodukt besonders schön und einzigartig aus, gibt es noch eine Prämie.

Teppichzentrum Nakkas
Teppichzentrum Nakkas
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Das Teppichhaus Nakkas befindet sich im Sultanahmet-Viertel in Istanbul. Hier lagern ungefähr 30.000 Teppiche, so wurde uns angegeben. Der wertvollste Teppich ist ein "Holbein-Teppich", auf dem ein Holbein-Gemälde dargestellt ist. Der Preis liegt bei 29.000 €. In unserer Gruppe fand sich kein Abnehmer. Dennoch haben einige Reiseteilnehmer einen Teppich gekauft. Dazu bedurfte es einer Anzahlung. Der Teppich soll kostenfrei innerhalb von 6 Wochen nach Deutschland geliefert werden und muss bei Abnahme dann komplett bar bezahlt werden.

Rüstem Pascha Moschee
Rüstem Pascha Moschee
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Wer war Rüstem Pascha fragt man sich, wenn die Rüstem-Pascha-Moschee als nächstes besucht wird. Nun, Rüstem Pascha lebte um 1500 n. Chr., war osmanischer Großwesir und Schwiegersohn Sultan Süleymans des Prächtigen. Rüstem Pascha stiftete um 1551 n. Chr. die Moschee. Auch sie ist ein Werk von Hofbaumeister Sinan. Sie verfügt über ein einzelnes Minarett und ist besonders bekannt für die schönen Iznik-Fliesen im Inneren und an der Außenwand. Im Stadtpanorama fällt sie leider nicht so auf, da sie von der Neuen Moschee und der Süleymaniye-Moschee überragt wird.

Die Rüstem Pascha Moschee steht in der Nähe einer belebten Basarstraße, unweit vom Ägyptischen Basar. Wir schlendern ein wenig in der Basarstraße und suchen uns dann ein Restaurant für die Mittagspause. Es reicht ein Döner Kebab und ein Wasser. Auf der anschließenden 2-stündigen Bootsfahrt auf dem Bosporus können wir Istanbul vom Wasser aus bestaunen, leider bei nach obenRegen und starkem Wind! Wirklich kein optimales Wetter zum Fotografieren. Bei der Einfahrt ins Schwarze Meer geht es wieder zurück. Wir hatten uns mehr von dieser Fahrt versprochen, aber der Wettergott hat nicht mitgespielt.

Auf dem Bosporus
Auf dem Bosporus
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Der letzte Höhepunkt des Istanbul-Besuches ist ein gemeinsames Abschiedsessen um 19.00 Uhr in einem Fischrestaurant auf der Galata-Brücke. Das Ambiente stimmt: schöner Blick auf den Bosporus und die Lichter der Stadt, dazu ein Kreuzfahrtschiff, welches vor Anker liegt und hell erleuchtet ist. Das Essen ist mal wieder vorzüglich, doch..... Am Nachbartisch taucht eine Musikkapelle auf und veranstaltet einen derart ohrenbetäubenden Lärm, dass jede Unterhaltung unmöglich wird. Die türkischen Gäste sind restlos begeistert, singen und klatschen eifrig mit, aber wir können dem Ganzen wenig Schönes abgewinnen. Zum Glück "verziehen" sich die Musikanten nach einer dreiviertel Stunde, nachdem alle Besucher einen kleinen Obolus (freiwillig/unfreiwillig??) entrichtet haben. Beim Bezahlen der Getränke kommt dann die nächste "Überraschung": Wir werden regelrecht für unseren Rotwein "abgezockt" (20 Lira/Glas). Erstens waren die Gläser gerade mal zu knapp einem Viertel voll, zweitens wurde ohne Nachfrage nachgeschenkt. Das war nicht in Ordnung. Wir sind nicht die einzigen Reiseteilnehmer, die so empfinden!! Studiosus täte gut daran, dieses Restaurant nicht mehr zu buchen!

Um die Rückfahrt ins Hotel brauchen wir uns nicht zu kümmern, denn wir haben ja einen gewissenhaften, pünktlichen Busfahrer, wie schön!

 

Sa, 19. Oktober 2013

Über den heutigen Tag gibt es nicht mehr viel zu berichten. Wir werden nach dem Frühstück zusammen mit dem Ehepaar aus Starnberg von einem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort beginnt das übliche Procedere: Einchecken und durch die Sicherheitskontrollen. Dann ist noch genügend Zeit, einen Cappucino zu trinken und die Auslagen der Geschäfte anzuschauen. Gekauft wird nichts mehr, die türkischen Lira sind aufgebraucht.

Der Flug TK 1631 startet um 12.00 Uhr und bringt uns sicher nach München. Von hier geht es mit der S8, ab Westkreuz mit der S6 nach Hause.

Güle güle: Auf Wiedersehen Istanbul!!

Istanbul hat uns bestens gefallen! Dazu beigetragen hat die perfekte Organisation der Reise durch Studiosus. Die Reiseleitung, Frau Tönbekici, war äußerst kompetent und flexibel in der Programmgestaltung. Raum für Eigeninitiativen war genügend vorhanden. Das Hotel entsprach nach oben in vollem Umfang unseren Erwartungen. Wir würden diese Städtereise wieder mit Studiosus unternehmen und können sie daher ohne Einschränkung weiter empfehlen!