Pilger am Ganges - Mit Jet Airways nach Khajuraho

Mo, 06.11.2017

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Sonnenaufgang am Ganges
Sonnenaufgang am Ganges
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Die Nacht ist relativ kurz, der Wecker klingelt um 4.45 Uhr. Um 5.30 Uhr wartet der Reiseleiter in der Hotellobby. Pünktlich wie gewohnt, finden sich alle Teilnehmer ein. Unser Ziel ist das Ufer des Ganges, wo wir bei Sonnenaufgang eine Bootsfahrt entlang der Ghats unternehmen wollen. In der Stadt wimmelt es bereits von Menschen, unglaublich! Die Bootsverleiher haben um diese Zeit Hochkonjunktur. Das Boot ist nicht etwa vorbestellt, sondern hier wird zuerst hart verhandelt. Der Reiseleiter bezahlt nicht den zunächst geforderten Preis, sondern er wartet ab und sieht sich schon nach einem weiteren Boot um. Doch es scheint, je länger er wartet, desto billiger wird die Fahrt. Also lieber weniger als gar kein Geld verdienen!

Bei Sonnenaufgang am Ganges
Bei Sonnenaufgang am Ganges
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Auf einer Entfernung von über 5 km ziehen sich an die 80 Badeplätze (Ghats) am Ganges entlang. Die Gläubigen warten an den Treppen auf den Sonnenaufgang, um dann in den Ganges zu steigen. Jeder Tourist möchte sich das natürlich ansehen! Somit sind wir heute Morgen nicht das einzige Boot, das unterwegs ist.

Bootsfahrt entlang der Ghats
Bootsfahrt entlang der Ghats
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Startschuss ist der Sonnenaufgang! Dann steigen die Menschen in den Ganges, viele mit Opfergaben in den Händen. Das Wichtigste ist das "Bad" im heiligen Wasser. Wir beobachten aber auch, wie einige ihre Kleidung waschen und sich gleich mit. Die morgendliche Fahrt auf dem Ganges entlang der Ghats wird uns als weiterer Höhepunkt dieser Reise in Erinnerung bleiben!

Nach der Bootsfahrt geht es zurück ins Hotel, wo ein Frühstück auf uns wartet. Um 10.00 Uhr verlassen wir per Bus Varanasi Richtung Flughafen. Mit Jet Airways fliegen wir nach Khajuraho im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh.

vishvanatha tempel in kharujaho
Vishvanatha Tempel in Khajuraho
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Der Name Khajuraho leitet sich ab aus Khajura, Dattelpalme, die in diesem Gebiet im Übermaß wuchs. Khajuraho war viele Jahrhunderte lang ein wenig bekannter Ort, versteckt im dichten Dschungel. Der politisch, militärisch und wirtschaftlich bedeutungslose Ort lag abseits aller Wege. So konnten die dort zwischen 950 - 1050 n.Chr.  von den Herrschern der Chandella-Dynastie erbauten Tempel durch die Abgeschiedenheit im Urwald vor der Zerstörungswut der muslimischen Eroberer bewahrt bleiben.  Die Chandellas waren ein zwischen dem 10. und 16. Jahrhundert regierender Rajputen-Klan, zu dieser Zeit die führende Macht in Nordindien.  Im 19. Jahrhundert wurden die Tempel von den Briten „wiederentdeckt“, zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen systematische Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Von den 85 ursprünglichen Tempeln sind nur noch 25 erhalten. Diese gehören zu einem der weltweit größten künstlerischen Wunder und zählen zum UNESCO Weltkulturerbe.

erotische Darstellung in kharujaho
Erotische Darstellungen in Khajuraho
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Meisterstücke bildhauerischer Gestaltung schmücken diese Tempel: Aus weichem Sandstein gefertigte Skulpturen, Szenen aus Musik und Tanz, dem Leben am Hofe, Kampf, Prozessionen, häuslichem Leben und sich liebenden oder ruhenden Paaren finden sich an den Außenflächen der Tempel. Keine Pose wurde ausgelassen, keine Akt-Stellung schien zu gewagt – so präsentieren sich die Tempel mit Skulpturen und Friesen von ungenierter Freizügigkeit. Obwohl die erotischen Darstellungen die bekanntesten sind - viele sprechen von "Kamasutra in Stein gehauen", - bilden sie weniger als ein Zehntel aller Darstellungen.  Die Mehrzahl der Tempel ist den hinduistischen Hauptgöttern geweiht, einige den Jaina-Tirthankaras, geistigen Führern des Jainismus. Alle Tempel stehen auf bis zu 3 m hohen Plattformen.

Empfangschef Radisson Hotel
Freundlicher Empfang im Radisson Jass Hotel in Khajuraho
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Hotel Radisson Jass in Kharujaho
Hotel Radisson Jass in Khajuraho
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Nach der Besichtigung der Tempel haben wir noch genügend Zeit, uns allein in der sehr gepflegten Tempelanlage umzuschauen. Anschließend treffen wir uns wieder alle zu einer Erfrischungspause in einem nahe gelegenen Café.

Unser heutiges Hotel für eine Übernachtung ist das Hotel Radisson Jass. Es liegt etwas außerhalb von Khajuraho in einer gepflegten Anlage. Das Personal ist zuvorkommend und freundlich. Abendessen und Frühstücksbuffet sind sehr reichhaltig, es gibt indisches sowie europäisches Essen. Wir fühlen uns ausgesprochen wohl hier. Was will man mehr!