Stoppover in der Megacity Mumbai

Mi, 15.11.2017

Der Tag beginnt sehr früh: Schon um 4.30 Uhr treffen sich die Reiseteilnehmer in der Hotelhalle. Es gibt Kaffee und Tee und ein kleines Sandwichpaket. Um 4.45 Uhr müssen wir Udaipur Richtung Flughafen verlassen. Der Flug nach Mumbai ist für 7.00 Uhr terminiert. Wir kommen frühzeitig am Flughafen an und können unsere Koffer direkt bis Aurangabad (Flug am Nachmittag) durchchecken und brauchen somit auch nur 1x Übergepäck zu bezahlen.

Der Flug nach Mumbai (bis 1996 offiziell Bombay) mit Jet Airways dauert 70 Minuten. In Mumbai werden wir von einem Angestellten der örtlichen Reiseagentur erwartet und ein Reisebus steht auch schon bereit. Zuerst geht es ins Hyatt Regency Hotel in Flughafennähe, wo wir ausgiebig frühstücken können, sowohl indisch als auch europäisch.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Skyline Mumbai
Skyline Mumbai
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Gegen 11.00 Uhr beginnt unsere Stadtrundfahrt. Wir merken sehr schnell, dass die Rundfahrt nicht allzu umfangreich sein wird, denn der Verkehr ist gewaltig, das Vorwärtskommen nur mühsam. Einen schönen Blick auf die Skyline von Mumbai haben wir auf dem Rajiv Gandhi Sea Link, einer achtspurigen Schrägseilbrücke in der Bucht von Mahim. Die Brücke verbindet die Stadtteile Bandra und Worli Mahim Bay. Für alle Fahrzeuge besteht Mautpflicht. Aussteigen nicht erlaubt!

Die hängenden Gärten in Mumbai
Die Hängenden Gärten in Mumbai
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An den "Hängenden Gärten von Mumbai" steigen wir für einen kurzen Spaziergang aus. Sie liegen oben auf dem Malabar Hill, der bevorzugten Adresse der High Society, und stammen aus dem Jahr 1881. Als Hängende Gärten bezeichnet man sie, weil sie auf verschiedenen Wasserreservoirs angelegt sind, die Mumbai mit Wasser versorgen. Die Gärten enthalten eine beachtliche Anzahl von Hecken, die in Tierformen geschnitten wurden.

Neben den Hängenden Gärten, aber vor neugierigen Augen verborgen, stehen die Türme des Schweigens. Der Religionsgemeinschaft der Parsen sind das Feuer, die Erde und das Wasser heilig, so dass sie ihre Toten unter Verwendung dieser Elemente nicht bestatten können, d.h. also weder begraben noch verbrennen können. Daher werden die Körper der Toten innerhalb der Türme im Hof unter freiem Himmel den Aasgeiern überlassen. Ein interessanter Artikel über die Bestattungszeremonie der Parsen findet sich hier.

Man sagt, in Mumbai regiert das Geld, in Delhi die Politik und in Kalkutta die Intelligenz. Mukesh Ambani ist der Mehrheitseigentümer des indischen Petrochemie Giganten Reliance und gehört zu den reichsten Männern Indiens.  Das „Forbes“-Magazin schätzt sein Vermögen auf 27 Milliarden Dollar. Und Bescheidenheit dürfte nicht zu seinen bevorzugten Eigenschaften zählen. Er besitzt in Mumbai eines der höchsten Privathäuser der Welt. Das 27-stöckige Hochhaus, das wir vom Bus aus sehen können, soll eine Wohnfläche von 5 Fußballfeldern haben und rund 2 Milliarden Dollar bis zur Fertigstellung gekostet haben. Allein 600 Angestellte sind nötig, um das Haus in Schuss zu halten. Wen ein Blick ins Innere interessiert, hier ein Link. Das genaue Gegenteil: Von den 1,2 Milliarden Einwohnern Indiens leben, Zahlen der Regierung zufolge, 836 Millionen von weniger als 20 Rupien (0,32 Euro) am Tag!

Eigentlich soll es noch zu den Wäschern an den Dhobi Ghats gehen, aber aufgrund der vielen Staus reicht die Zeit nicht mehr. So geht es zurück zum Flughafen, denn den Flug nach Aurangabad dürfen wir auf keinen Fall verpassen.

Aurangabad liegt im hügeligen Hochland in Zentral-Maharashtra, ca. 350 km nordöstlich von Mumbai. Die Stadt ist in erster Linie Ausgangspunkt für den Besuch der berühmten Höhlentempel von Ajanta und Ellora. Untergebracht sind wir im luxuriösen Hotel Trident Residency.