Palaststadt Udaipur

Di, 14.11.2017

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Hotel Trident Udaipur
Trident Hotel Udaipur
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Bevor wir heute Morgen zur ersten Besichtigung starten, erkunden wir ein wenig unser Hotel und seine Umgebung. Alles sieht hier sehr gepflegt aus, nirgendwo liegt Müll, die Gartenanlagen sind in bestem Zustand.

Unser Reisebus
Unser Reisebus
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Vor unserem Hotel steht bereits unser Reisebus abfahrbereit. Wie auf dem Bild zu sehen ist, besitzt er eine "All India Permit". Seit 2014 gibt es für Touristenbusse (und deren Fahrer) eine große Erleichterung: die All-India-Genehmigung (AIP). Im Rahmen dieses Mechanismus müssen die Betreiber einen jährlichen Betrag bezahlen, anstatt wie vorher jeden Bundesstaat an der Grenze für das Befahren der Straßen einzeln zu bezahlen. Unser Busfahrer und seine Company besitzen eine solche Genehmigung.

Sieht man sich die Angebote der diversen Reiseveranstalter an, so fehlt auf fast keiner Nord-Indienreise ein Besuch der Stadt Udaipur. Mit rund 470.000 Einwohnern ist es eine Großstadt. Umschlossen ist sie von drei künstlich angelegten Seen: dem Pichola-See, dem Fateh-Sagar-See und dem Udai-Sagar-See. Dementsprechend spricht die Fremdenverkehrswerbung gerne vom "Venedig des Ostens". Udaipur, im Besonderen das Lake Palace Hotel, mitten im Pichola-See gelegen, war Drehort für die in den Jahren 1958/9 gedrehten  Filme "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" sowie von Teilen des James-Bond Filmes "Octopussy" mit Roger Moore aus dem Jahr 1983.

Blick auf den Stadtpalast Udaipur
Blick auf den Stadtpalast in Udaipur
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Erster Besichtigungspunkt ist der Stadtpalast von Udaipur. Der Stadtpalast am östlichen Ufer des Pichola-Sees ist eine der größten und am besten erhaltenen Palastanlagen Rajasthans. Eigentlich ist dieser Palast nichts anderes als eine Ansammlung von Gebäuden, die von verschiedenen Maharanas gebaut wurden. Den Anfang machte Maharana Udai Singh, der Begründer der Stadt. Umgeben ist der Palast von Balkonen, Türmen und Kuppeln; von den oberen Terrassen des Palastes aus haben wir wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den See. Insgesamt ist der Palast mit seinen vielen Gängen und Nischen leicht verwirrend. Immer geht es treppauf und treppab, mal durch Innenhöfe, dann wieder durch kleine Hallen. Besonders schön ist der Perlenpalast, Moti Mahal. Er war den Damen vorbehalten und ist ganz mit Spiegeln und buntem Glas dekoriert. Eine Besonderheit enthält das Pritam Niwas: Ein Rollstuhl erinnert an den durch Kinderlähmung schwer behinderten Maharana Bhupal Singh, der hier bis zu seinem Tod 1955 wohnte.

Der Hauptteil des Palastes ist heute ein Museum. Zum Museum gehört der Mor Chowk mit den wunderschönen Mosaiken mit Pfauen, dem Lieblingsvogel der Bewohner von Rajasthan. Im Ruba Mahal befindet sich eine Sammlung von Glas und Porzellanfiguren, und im Bari Mahal ist ein sehr schöner Garten angelegt worden.

Lake Palace
Lake Palace in Udaipur
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Wie schon erwähnt, ist der Ausblick auf den Pichola-See wunderschön. Der Lake Palace (Drehort für die Filme "Octopussy" und "Der Tiger von Eschnapur") wurde in den Jahren 1743 - 1746 für Maharana Jagat Singh II, den 62. Maharadscha von Mewar als Sommerresidenz errichtet. Der Palast wurde nach Osten gebaut, so dass seine Bewohner im Morgengrauen zu Surya, dem hinduistischen Sonnengott, beten konnten. Heute ist Lake Palace ein Luxushotel mit weißen Marmorwänden und über 80 Zimmern und Suiten und nur Hotelgäste haben Zutritt!

Dame aus Udaipur
Sie zeigt uns eigene Gewürzmischungen
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Die Mittagspause verbringen wir in einem kleinen Restaurant in der Altstadt von Udaipur. Der Reiseleiter hat eine Bekannte eingeladen, die uns eigene Gewürzmischungen anbietet und die anschließend zeigt, wie ein Sari fachgerecht angezogen wird. Ob ich das jetzt allerdings nachmachen kann, möchte ich bezweifeln!

Begegnung in der Altstadt
Begegnung in der Altstadt von Udaipur
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Der Rest des Nachmittags ist frei! Die gesamte Altstadt von Udaipur mit ihren gewundenen und von Geschäften gesäumten Straßen und Gassen und verschachtelten Häusern kann erkundet werden. Trotz der vielen Motorrikschas und Motorräder, die sich durch die Menschenmassen hupend ihren Weg bahnen, erleben wir doch eine irgendwie faszinierende Atmosphäre und sehr freundliche Menschen. Dieter sucht nach einem Uhrmacher, der ihm ein neues Uhrarmband montieren soll. Nach einigem Fragen werden wir fündig und für 200 Rupien (~2,59 €) bekommt Dieter ein Uhrarmband incl. Montage.

Die Zeit vergeht schnell. Am späten Nachmittag unternehmen wir noch eine Bootsfahrt auf dem Pichola-See und genießen das Stadtpanorama vom Wasser aus! Mit einem Tuk Tuk lassen wir uns zurück zum Hotel bringen!

Nach dem abendlichen Buffet heißt es Koffer packen, denn Morgen müssen wir sehr früh aufstehen: 4.30 Uhr.