Die Höhlen von Ajanta

Do, 16.11.2017

Heute steht buddhistische Kunst im Mittelpunkt unseres Reiseprogramms. In die Höhlen von Ajanta, UNESCO Welterbe, zogen sich vor rund 2000 Jahren buddhistische Mönche zur Meditation zurück.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Nehrukäppchen
Männer tragen Nehrukäppchen
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Rund 100 km sind die Höhlen von Ajanta von Aurangabad entfernt. So genießen wir zunächst eine Busfahrt auf relativ neuen Straßen vorbei an Baumwoll- und Zuckerrohrfeldern. Wir begegnen auf dem Lande Männern, die nicht mehr vorwiegend Turbane auf dem Kopf tragen, sondern sogenannte Nehru-Käppchen, eine Kopfbedeckung, die auf Indiens ersten Premierminister Jawaharlal Nehru zurückgeht. Diese Kopfbedeckung sieht man auch in Mumbai bei den Dabbawala, Zustellern, die das Mittagessen der Büroangestellten von ihrem Zuhause an den Arbeitsplatz bringen, und zwar in Metallbehältern, die in etwa unserem deutschen Henkelmann entsprechen.

Die Armen in ihren Behausungen
Die Armen in ihren Behausungen
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Natürlich ist auch auf dieser Fahrt die Armut der Landbevölkerung deutlich sichtbar. Sie hausen in Wellblechhütten oder primitiven Häusern. Die Ärmsten der Armen in Zelten am Ortsrand.

Aufstieg per Lehnstuhl
Aufstieg per Lehnstuhl
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Nach rund 2 1/2 stündiger Busfahrt kommen wir an den Höhlen von Ajanta an. Kleinere Zubringerbusse bringen uns bis direkt an den Eingang zu den Höhlen. Sie liegen in einer landschaftlich reizvollen Gegend mitten in der Wildnis. Der Anstieg ist mühsam, denn es sind rund 200 Stufen zu bewältigen bis zur ersten Höhle. Wer meint, den Anstieg nicht zu schaffen, kann sich von 4 starken Männern in einem Lehnstuhl tragen lassen, für ein ordentliches Bakschisch, versteht sich.

Höhlen von Ajanta
Höhlen von Ajanta
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Entdeckt wurden die Höhlen im April 1819, als eine Truppeneinheit der britischen Madras-Armee das Gebiet durchquerte. Während einer Tigerjagd entdeckte der britische Kavallerieoffizier John Smith einen der damals verwaisten Höhlentempel. Nach und nach wurden dann die anderen Höhlen freigelegt, insgesamt 29 Höhlen. Sie sind zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. entstanden. Neben der erstaunlichen Leistung, den Fels auszuhöhlen, sind vor allem die Wandmalereien und Skulpturen einzigartig.

Höhlen von Ajanta
Höhlen von Ajanta
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Höhlen von Ajanta
Höhlen von Ajanta - Wandmalereien
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Die Figuren und Gemälde in den etwas schummrigen Höhlen erzählen ausführlich das Leben Buddhas, seine Inkarnationen, anrührende Liebesszenen, Palastszenen, aber auch lustige Tierszenen von frechen Affen oder grazilen Gazellen sowie vom alltäglichen Leben. Erstaunlich ist, wie die Gemälde in äußerst armem Licht in den Höhlen entstanden sind. Nur wenige Sonnenstrahlen dringen in die Höhlen ein. Verschiedene Theorien sind dazu vorgebracht worden, von der Verwendung von Öllampen bis zur Verwendung von Spiegeln, um das wenige Tageslicht zu widerspiegeln.

Wir besuchen die ersten 10 Höhlen, wobei sich unser Reiseleiter als sachkundiger Führer erweist. Danach haben wir Zeit, die restlichen Höhlen anzuschauen. Hingewiesen werden wir besonders auf eine 7 m lange liegende Buddha-Statue in Höhle 26.

Nach 3-stündiger Erkundung der Höhlen fahren wir wieder zurück nach Aurangabad, wo wir gegen 18.00 Uhr eintreffen. Der Abend verläuft wie gehabt: 19.30 Uhr Abendbuffet, anschließend auf dem Zimmer Ergänzen des Reiseberichtes und Sichern der Bilder.