Shanghai auf eigene Faust

Samstag, 03. 05. 2014

Der letzte Tag unserer China-Reise bricht an. Zu berichten gibt es nicht mehr viel. Wir frühstücken um 8.00 Uhr und brechen dann zur eigenen Sightseeing Tour auf. Die Reiseleiterin hat uns und allen anderen Interessierten je eine Tageskarte zur unbeschränkten Fahrt (Transrapid ausgeschlossen) auf allen Linien der Shanghaier Metro besorgt ( 18 CYN/Person = 2,15 €/Person). Die Metro-Station der Linie 4 ist nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt. Das Metro-Netz in Shanghai ist gut ausgebaut und auch für Touristen, die kein chinesisch beherrschen, leicht verständlich, da auch englische Namen an den einzelnen Stationen stehen. Alle Haltstellen einer Linie sind mit der entsprechenden Farbe der Linie gekennzeichnet. Entscheidend ist die Richtung, in die man fahren möchte.

Wir fahren mit der Linie 4 bis Century Avenue. Dort steigen wir um in die Linie 2 und fahren bis zum Fernsehturm (Oriental Pearl Tower). Hier verlassen wir die Metro.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Platz vor dem fernsehturm
Platz vor dem Fernsehturm
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Der Fernsehturm mit einer Höhe von 468 Metern ist der derzeit dritthöchste Fernsehturm Asiens und der fünfthöchste der Welt und wahrscheinlich eines der meist fotografierten Gebäude in Shanghai. Er besitzt  elf verschieden große Kugeln, die sich auf unterschiedlichen Höhen befinden. Nachts wird der Turm mit einer eigens dafür eingerichteten Lichtanlage bunt bestrahlt. Neben der touristischen Attraktion als Aussichtsturm dient der Oriental Pearl Tower der Übertragung von neun Fernseh- und zehn Radiokanälen.

Vor dem Fernsehturm liegt die Uferpromenade, von der aus wir einen sehr schönen Blick auf die gegenüberliegende Seite, den Bund haben. Das Wetter könnte allerdings besser sein! An dieser Uferpromenade liegt auch der Einstieg zur Sightseeing Tunnelbahn, die unter dem Huangpu hindurch auf die andere Seite der Stadt fährt. Endpunkt ist der Bund. Der Tunnel ist mit tausenden LED's ausgestattet, die Farbspiele und Schriftzüge darstellen, die im langsamen Vorbeifahren betrachtet werden können. Die Fahrt kostet pro Person 50 CNY = 6 €.

Heute ist die Stadt etwas leerer, viele Chinesen befinden sich schon wieder auf der Heimreise nach den Maifeiertagen. Wir schlendern gemütlich über die Nanjing Road bis People's Square, "shoppen", setzen uns in ein Café, genießen einen Espresso und ruhen uns aus. Dann nach obennoch einmal ein ausgedehnter Spaziergang am Bund, bevor wir uns wieder am späten Nachmittag mit der Metro auf den Weg zum Hotel machen.

Gegen 18.00 Uhr findet in Hotelnähe ein Abschiedsessen statt. Das Essen ist ok, aber im Restaurant ist es sehr laut, so dass man seinen Tischnachbarn kaum versteht. Wir finden es ungemütlich, so dass wir nicht allzu lange bleiben.

 

Sonntag, 04. 05. 2014

Transrapid
Der Transrapid läuft ein
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Ein letztes Highlight der Reise ist die 7-minütige Fahrt mit dem Transrapid zum Flughafen Pudong International. Die örtliche Reiseleiterin, Christine, begleitet uns. Der Transrapid wird in Shanghai "Shanghai Maglev Train" genannt. Nach 3½ Minuten ist die Betriebsgeschwindigkeit von 431 km/herreicht. Sie wird für 50 Sekunden gehalten, bevor die Verzögerungsphase beginnt. 

Was ist noch über das übliche Procedere am Rückreisetag zu berichten? Der Flug CA 935 mit Air China von Shanghai Pudong International startet pünktlich um 11.45 Uhr Ortszeit und landet genauso pünktlich nach fast 12 Stunden Flugzeit um 18.05 Uhr Ortszeit in Frankfurt. Es bleibt Zeit genug, das Bahnticket zu lösen. Die Weiterfahrt mit dem ICE um 19.37 Uhr über Nürnberg nach München verläuft reibungslos. Ankunft in München Hauptbahnhof ist 23.18 Uhr. Von dort geht es per Taxi (45 €) nach Hause, wo wir um Mitternacht ankommen.

 

Résumé:

Hier ein paar Sätze zu dieser Reise, die unsere persönliche Meinung wiedergeben:

Die Reise "China komplett" des Reiseveranstalters China Tours hat uns grundsätzlich nicht enttäuscht. Die Organisation war perfekt, die Hotels mehrheitlich gut bis sehr gut. Auch die Verpflegung ließ nicht zu wünschen übrig. Absolute Höhepunkte der Reise waren für uns Xi'an mit der Terrakotta-Armee, die Kreuzfahrt auf dem Yangtze, die Karstkegellandschaft bei Guilin und an erster Stelle die Reisfelder. Peking und Shanghai kannten wir schon aus vorherigen Reisen, aber es war dennoch interessant, die Städte nach längerer Zeit wieder zu sehen. Alles in allem eine gute Zusammenstellung der Reise.

Etwas enttäuschend - das müssen wir ehrlich sagen - war für uns die ständige Reiseleitung. Die Dame war zwar stets freundlich und hilfsbereit, aber ihre Deutschkenntnisse waren unserer Meinung nach alles andere als "hervorragend" wie angegeben. Sie verlor sich sehr oft in Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten und wiederholte sich ständig, was ermüdend war.

Gestört hat uns auch, dass viele kleine Highlights extra bezahlt werden mussten, wie z.B. das Spezialitätenessen in Xi'an, die Lichterfahrt in Xi'an, das Han Yang Ling Mausoleum, die Fahrt über die Dörfer/Felder bei Yangshuo und die Freilichtbühnenshow, die Schifffahrt auf dem Huangpu mit anschließender Stadtrundfahrt. Natürlich waren diese Sachen "freiwillig", aber wenn man schon mal vor Ort ist, möchte man das auch mitnehmen. Bei unseren bisherigen Reiseveranstaltern waren solche Sachen bereits im Reisepreis inkludiert. Da sind wir gerne bereit, von vorneherein einen höheren Reisepreis zu zahlen.

An Trinkgeldern waren 500 CNY/Person für die örtlichen Reiseleiter und die Kofferträger zu bezahlen, weiterhin 240 CNY/Person für die Crew auf der Yangtze 2. Für die ständige Reiseleitung schlug China Tours ein Trinkgeld von 600 CYN/Person (30 CNY/Tag/Person) vor, alles in allem 1340 CNY/Person = ~ 160 € /Person oder für 2 Personen 320 €. Das fanden wir schon sehr happig im nach obenVergleich zu unseren anderen Studienreisen mit renommierten Veranstaltern. Aber da Trinkgeld auch "immer eine Form der Honorierung" (China Tours) sein sollte, konnte man bei der Bemessung des Trinkgeldes für die ständige Reiseleitung ja individuell verfahren.